Sanierung eines Hotels in Bad Ems an der Lahn. Feuchtigkeit dauerhaft ausgetrieben

Sanierung eines Hotels in Bad Ems an der Lahn

Feuchtigkeit dauerhaft ausgetrieben

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Das historische Grand Hotel im Kurort an der Lahn musste vor Feuchtigkeit im Mischmauerwerk geschützt werden: Für die Schadensbehebung wählte der Architekt ein Bohrloch-Injektionsverfahren, das mit Spezialparaffin die aufsteigende Feuchtigkeit dauerhaft verhindert. Von der einwöchigen Sanierung war der Hotelbetrieb nicht betroffen.

Das Häckers Grand Hotel in Bad Ems an der Lahn ist ein Gebäude mit einer langen Tradition und einer spannenden Historie. Erbaut wurde es 1711. Viele große Persönlichkeiten waren bereits zu Gast, etwa Johann Wolfgang von Goethe, Zar Alexander II. oder Fjodor Michailowitsch Dostojewski. Seit 1999 befindet sich die Großimmobilie im Besitz der Familie Häcker, die bereits zum Zeitpunkt des Kaufs einen großen Investitionsstau feststellte. „Von den Zimmern über das Restaurant bis zum Wellnessbereich haben wir Schritt für Schritt das Hotel modernisiert“, sagt Hotel-Inhaber Sascha Häcker. Die ursprüngliche Schönheit und Eleganz, die in der Substanz des Gebäudes verborgen lag, kamen langsam wieder zum Vorschein.

Feuchtigkeitsschäden
Allerdings zeigten sich im Rahmen der Modernisierungsmaßnahmen erhebliche Feuchtigkeitsschäden in der Bausubstanz. Rein optische Korrekturen am Putz, so wurde schnell klar, würden die Schäden langfristig wieder in Erscheinung treten lassen. “Wir wollten jetzt eine Lösung für unser Hotel, die dem Feuchteproblem dauerhaft ein Ende setzt“, so Inhaber Häcker.
Bereits in der Vergangenheit hatte der Bauherr gute Erfahrungen mit Isotec gemacht, einem Spezialunternehmen, das rein auf die Beseitigung von Feuchte und- Schimmelpilzschäden spezialisiert ist.
Der hinzugezogene Architekt Heinz Keul vom Architekturbüro Keul kam bei einem Ortstermin zum Ergebnis, „dass bei dem vorliegenden Misch-Mauerwerk aus Bruch- und Ziegelstein die Isotec-Horizontalsperre mit Spezialparaffin die beste Lösung ist, um die aufsteigende Feuchtigkeit hier in den Griff zu bekommen.“
Denn eine nachträgliche Horizontalsperre aus Spezial-Paraffin verhindert das kapillare Aufsteigen von Feuchtigkeit. „Diese Maßnahme ist notwendig, da eine durchgehende Bodenplatte nicht vorhanden ist, sondern eine Gründung auf Streifenfundamenten.“ Der Werkstoff zieht daher Feuchtigkeit direkt aus der Berührung mit dem Erdreich, das in der unmittelbaren Umgebung zum Fluss Lahn ohnehin relativ feucht ist.
Trockenlegung
Bei der Auswahl eines optimalen Fachbetriebes und eines dauerhaft schützenden Gewerkes sah es Architekt Keul als besonders überzeugend an, dass bei diesem Verfahren der betroffene Wandabschnitt vollständig getrocknet und von Feuchtigkeit befreit wird. Dazu wurden in einem Winkel von 20 Grad Löcher in den Wandabschnitt gebohrt, mit einem seitlichen Abstand von cirka 10 bis 12 cm. „Aufgrund der Tiefe und Dicke des Mauerwerks haben wir 80 cm lange Bohrer eingesetzt“, sagt Fachmann Wieland Ludwig von Isotec.
Mittels temperaturgeregelter Heizstäbe wurde das Mauerwerk ausgetrocknet. Denn nur, wenn das Mauerwerk vollständig ausgetrocknet ist, sind die Poren des Kapillarsystems frei für die Aufnahme des Injektionsstoffes. Vergleichen lässt sich das Vorgehen mit einem Schwamm, der mit Wasser vollgesogen ist. Erst, wenn dieser wieder trocken ist, kann er die maximale Menge Flüssigkeit wieder aufnehmen. Das Paraffin wird durch einen Aufwärmbehälter zum Schmelzen gebracht und dann in spezielle Vorratsbehälter gegossen. Dabei fließt das Spezialparaffin aus den Vorratsbehältern in die Bohrkanäle und dringt von dort aus kapillar über die Bohrkanalwandungen bis in die feinsten Baustoffporen ein.
Nach dem Erkalten des Paraffins entsteht der horizontale Sperrriegel, der von aufsteigender Feuchte nicht überwunden werden kann.
„Bereits bei den Bohrungen haben wir anhand des Bohrmehls festgestellt, dass das Mauerwerk sehr stark durchfeuchtet war“, erklärt Ludwig. Die gesamte Sanierung über 25 laufende Meter dauerte ca. eine Woche. Der Hotelbetrieb war davon nicht betroffen und konnte ungehindert weiterlaufen. Damit ist sichergestellt, dass die Bausubstanz des Grand Hotels dauerhaft erhalten bleibt und die Gäste sich in dem schönen Hotel an der Lahn wohl fühlen.
Architekt:
Heinz Keul , Keul Passivhaus GmbH, Fachbach


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