Fassaden mit Wärmedämm-Verbundsystemen bei Umnutzungen. Sicher gerüstet für die Zukunft

Fassaden mit Wärmedämm-Verbundsystemen bei Umnutzungen

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Die Anzahl von Außenwänden mit mineralischen Putzsystemen hat im Neubau durch den Einsatz hochwärmedämmender Wandbildner zugenommen. Jedoch ist die Verwendung von Wärmedämmverbund-Systemen gerade in der energetischen Sanierung von Gebäudehüllen nach wie vor unersetzlich. Dabei sind bei Umnutzungen neue Herausforderungen zu beachten.

Jürgen Stricker, Bauberatung West-Nord | be

Überlegungen, wie zukünftige Bauvorhaben sowie Bestands-Wohn- und -Geschäftshäuser für eine flexiblerer Nutzung verwirklicht werden können, ohne dabei die notwendigen technischen Eigenschaften außer Acht zu lassen, gibt es schon lange. Scheint es im Innenbereich der Gebäude durch vorausschauende Fachplanung recht einfach zu sein, Ideen für spätere, sich ändernde Nutzungseigenschaften einfließen zu lassen, so ist dies nicht ohne weiteres auf die Gebäudehülle übertragbar.

Durch Veränderungen des Wohnumfeldes, hervorgerufen durch Stadt- und Regionalentwicklung sowie eine sich daran angepasste Infrastruktur, ändern sich auch die Nutzungsansprüche an das Gebäude; beispielsweise werden ehemalige Produktionsstätten in Büro- oder Wohngebäude umgewandelt. Damit verbunden sind, neben einer verstärkten visuellen Anforderung an die Fassadenflächen, in der Regel auch erhöhte Anforderungen an die technischen Eigenschaften hinsichtlich Brand-/Wärme- und Feuchteschutz gestellt.

Grundsätzlich sollten alle Baubeteiligten vor einer Altfassadensanierung die Gebäudehülle gemeinsam untersuchen. Gegebenenfalls muss durch eine Umnutzung notwendig werdende Anlagentechnik im Gebäude unter bauphysikalischen Gesichtspunkten errechnet werden. Zudem muss, auf das Objekt angepasst, die richtige Material- und Systemauswahl getroffen werden. Denn allein die Art des Bindemittels beeinflusst die Eigenschaften und dadurch auch das Einsatzgebiet der Beschichtung. Egal ob mineralische Bindemittel, Silikat, Silikon oder Kunstharz, jede Beschichtung hat ihre speziellen Vorteile.

WDVS und diverse Schutzaspekte

Wenn man die Anforderungen an WDV-Systeme im Einzelnen betrachtet, so hat der Aspekt des Brandverhaltens in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Mit der seit 01.01.2016 gültigen Brandschutzverordnung verschärften sich die Anforderungen im Brandschutz an WDV-Systeme mit Dämmstoffen aus EPS erheblich. Um die Systeme in die Klassifizierung schwerentflammbar (B1) einstufen zu können, bedarf es zusätzlich zu den bislang geltenden Brandschutzmaßnahmen weiterer Vorkehrungen, um dem Brandszenario „Brandlast von außen“ entgegen zu wirken (siehe hierzu Kompendium „WDVS und Brandschutz“ vom Fachverband Wärmedämm-Verbundsysteme e.V. Ausgabe 2016).

Die Aufgaben des baulichen Wärmeschutzes von WDVS wird in folgende Punkte unterteilt:

  • sommerlicher / winterlicher Wärmeschutz (verringert den unerwünschten Eintrag von Wärme / Kälte in das Gebäude),
  • Energieeinsparung (Reduzierung des Energieverbrauchs im Winter und Sommer),
  • Werterhalt des Gebäudes (optische Aufwertung und zudem Schutz der Bausubstanz).

Der Feuchteschutz bei WDV-Systemen umfasst folgende Aspekte:

  • Schlagregendichtigkeit der Gebäudehülle: Durch den Einsatz geeigneter Materialien wie z.B. Fensteranputzleisten, Fugendichtbänder, Bauwerks- und Sockelputzabdichtungen etc. wird gewährleistet, dass keine Niederschlagsfeuchtigkeit in die Gebäudehülle oder das WDVS eindringen kann.
  • Verhinderung von Feuchteschäden / Tauwasserbildung im Inneren durch Erhöhung der Wandoberflächentemperatur an den Innenseiten der Außenwände (vermindert die Gefahr von Schimmelbildung und trägt zudem zur Behaglichkeit der Nutzer bei).

Durch diese Eigenschaften und bei passendem Einsatz der Systeme kann mit sinkendem Heizenergieaufwand der Wohnkomfort gesteigert werden.

Systeme definieren sich im allgemeinen als eine Gesamtheit von Elementen, die miteinander verbunden sind und dadurch als eine aufgaben-, sinn- oder zweckgebundene Einheit angesehen werden.

Diese Begriffsdefinition lässt sich 1:1 auf die am Markt befindlichen Wärmedämm-Verbundsysteme von Baumit übertragen – mit dem Zusatz: Geprüftes und bauaufsichtlich zugelassenes System. In der Bundesrepublik Deutschland dürfen ausschließlich geprüfte Einzelkomponenten und bauaufsichtlich zugelassene WDV-Systeme verbaut werden, da die Sicherheit für alle am Bau beteiligten im Vordergrund steht.

Fachplaner und Architekten erhalten die Sicherheit, dem Auftraggeber ein technisch harmonisierendes und geprüftes System empfehlen zu können, welches zudem hinsichtlich individueller Ansprüche an Ästhetik und Oberflächengestaltung durch beispielsweise Kreativ-Techniken breit gefächert ist.

Bauherren und Auftraggeber können sicher sein, ein aufeinander abgestimmtes, funktionierendes und seinen Qualitätsansprüchen genügendes Endprodukt zu erhalten.

Für Fachunternehmen gilt die Rechtssicherheit, durch die Verarbeitung von geprüften Systemen den gesetzlichen und normativen Vorgaben entsprechend, fachgerechte und optisch anspruchsvolle Arbeiten abgeben zu können.

Die Gesamtheit des verwendeten Wärmedämm-Verbundsystems ist bei jedem Bauvorhaben durch die Fachunternehmererklärung (ehemalige Konformitätserklärung) auf der letzten Seite der jeweiligen Allgemein bauaufsichtlichen Zulassung dem Auftraggeber (Bauherren) zu bestätigen.

Durch den Einsatz von aufeinander abgestimmten Materialien, einer Gewerkeübergreifenden Detailplanung und nicht zuletzt durch eine fachgerechte Verarbeitung durch die Fachhandwerker kann ein Beitrag zur Reduzierung des Heizwärmeverbrauchs geleistet werden, um unsere Gebäude „fit für die Zukunft“ zu machen.



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