Neubau eines Forschungsgebäudes in Stuttgart

Gefaltetes Licht – Schiebeläden in Streckmetall-Fassade

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Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat seinen Standort in Stuttgart erweitert. Um optimale Lichtverhältnisse für die Mitarbeiter zu schaffen und gleichzeitig die hohen Anforderungen an Energieeffizienz und Temperaturkonstanz zu erfüllen, wurde das Forschungsgebäude u.a. mit 160 Schiebeläden ausgestattet, die für einen stufenlosen Sicht-, Blend- und Sonnenschutz sorgen.

Neuartige Lasersysteme und Technologien zum Speichern von Energie – das gehört zum Tagesgeschäft der rund 700 Mitarbeiter am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Mit der Erweiterung seiner Infrastruktur wollte das DLR die Arbeitsbedingungen seiner Wissenschaftler entscheidend verbessern und somit exzellente Forschung vorantreiben.

Der sechsgeschossige, vollunterkellerte Neubau bietet eine zusätzliche Nutzfläche von 5 200 m². 110 Wissenschaftler aus den Forschungsbereichen Thermische Physik, Thermische Prozesstechnik sowie Technische Thermodynamik arbeiten hier in hochmodernen Büro-, Werkstatt und Laborräumen. Entworfen wurde das Gebäude von Hammeskrause Architekten aus Stuttgart. Das Architekturbüro ist u.a. spezialisiert auf öffentliche Gebäude sowie Bauten für Wissenschaft, Forschung und Industrie.

Hohe Anforderungen

Von Anfang an wurden hohe Anforderungen an den Neubau gestellt. Energieoptimiert und auf Nachhaltigkeit sollte er angelegt sein und sich zudem in die vorgegebene Struktur des DLR-Standorts einfügen. Innerhalb des Gebäudes sollten optimale Lichtverhältnisse herrschen und insbesondere die Anforderungen an Temperaturkonstanz und Luftfeuchtigkeit in den Forschungs- und Laborräumen berücksichtigt werden. Schnell stellte sich deshalb auch die Frage nach dem optimalen Sonnenschutz. Die Wahl fiel auf ein Schiebeladen-System von Colt.

Im Vergleich zu konventionellen Sonnenschutzprodukten wie beispielsweise Markisen oder Raffstores bietet dieses Schiebeladen-System entscheidende Vorteile : Es ist Blend-, Sicht- und außenliegender Sonnenschutz in einem, zudem langlebig, korrosionsbeständig, wetterfest und nahezu wartungsfrei.

Zudem bleiben die Schiebeläden auch bei hohen Windstärken in stabiler Position. All diese Argumente überzeugten den Auftraggeber DLR sowie das Team von Hammeskrause Architekten.

Sonnenschutz auf 4 000 m²

Rund um das Gebäude, vom ersten bis einschließlich zum fünften Obergeschoss, wurde eine vorgehängte Streckmetallfassade angebracht. Dabei mussten die verwendeten Bleche in ihrem Lochmuster und ihrer Anordnung exakt aufeinander abgestimmt werden. Sowohl die äußeren Kanten als auch die Fluchten und Lochmuster sollten durchgängig und auf gleicher Höhe angeordnet sein. Auf einer Gesamtfläche von knapp 4 000 m² wurden an allen vier Gebäudeseiten insgesamt etwa 1 700 Elemente mit den Maßen 1 025 x 1 775 mm (h x b) installiert. Sie bieten an der Nordseite gut 510 m², an der Ostseite knapp 1 250 m², an der Südseite 545 m² und an der Westseite knapp 1 060 m² Sonnen- und Sichtschutz. Mehr als 160 Schiebeläden fügen sich harmonisch in das Gestaltungskonzept des Neubaus ein.

Ausgefeilte Technik

Die Schiebeläden-Technik von Colt ermöglicht einen stufenlosen Blend-, Sicht- und Sonnenschutz. Je nach Lichteinfall können die Schiebeläden teils oder ganz geschlossen werden. Damit reduziert dieses System beispielsweise die energieintensiven Kühllasten im Sommer. Außerdem sorgt es jederzeit für optimale Lichtverhältnisse und trägt zur Temperaturkonstanz im Gebäude bei.

Hinter dieser Technik steckt die Colt-Faltrahmen-Mechanik. Ein Faltrahmen besteht aus zwei Segmenten, die gelenkig miteinander verbunden sind. Diese lassen sich vertikal öffnen und schließen. Je nach Steuerung entsteht so genau der Lichteinfall, der gewünscht wird. Bei einem Öffnungswinkel von 180 ° ist die Streckmetallfassade optisch geschlossen.

Die Schiebeläden von Colt kombinieren Funktionalität und hohen Anwendungskomfort. Die Beschäftigten am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Stuttgart können sich damit auf ein Höchstmaß an Schutz verlassen, ohne auf die positiven Effekte des Tageslichts verzichten zu müssen.

Architekten:

Hammeskrause Architekten BDA, Stuttgart

www.hammeskrause.de

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