Neubau eines Fremdenverkehrsbüros im südfranzösischen Torreilles

Fein dosierte Transparenz

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Größtmögliche Transparenz ist in vielen Bereichen ein anzustrebendes Ziel. In der Architektur hingegen führt eine subtile Durchlässigkeit oft zu den reizvolleren Varianten. Im Idealfall bewirkt eine Fassade mit ausgewogener Transparenz – wie hier mit perforiertem Titanzink – eine Balance zwischen Schutzfunktionen und Offenheit.

Guido Wollenberg | jo

Das neue Gebäude des Touristen-Informationsbüros im südfranzösischen Torreilles ist ein gutes Beispiel für eine fein abgestimmte Transparenz. Hier umschließt eine Schicht aus perforiertem Zink einen Glaskubus mit einer schmalen Pfosten-Riegel-Konstruktion.

Fassadensysteme aus Titanzink sind eine Möglichkeit, um solche semi-transparenten Außenhüllen zu realisieren. Denn dem ursprünglich opaken Werkstoff Zink kann durch eine gezielte Perforierung die gewünschte Transparenz verliehen werden.

Dabei lassen sich Größe und Verteilung der in das Material eingebrachten „Löcher“ individuell anpassen, um den Grad der Durchlässigkeit je nach Zielsetzung und gewünschter Wirkung zu variieren.

Die Architekten Bernard Cabanne und Michel Génis aus Perpignan haben sich für eine Außenhaut aus Sinusprofilen von VMZinc entschieden, die in der Oberflächenqualität Azengar ausgeführt wurden. Die Sinusprofile zeichnen sich durch einen wellenförmigen Verlauf mit einer sanften Linienführung und einer fugenlosen Optik aus. Die beiden Architekten Cabanne und Génis wählten die gravierte Zinkoberfläche Azengar, da sie sich mit einem sehr hellen und matten Erscheinungsbild gut in die südfranzösische Architekturlandschaft von Torreilles einfügt.

Schutz vor Sonne und gegen Blicke

Die perforierte Hülle schützt das Innere vor Blicken und begrenzt gleichzeitig die Sonneneinstrahlung. Besonders in südlichen Ländern ist die letztere Anwendung ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem angenehmen Raumklima.

Von innen nach außen erlaubt die Perforierung jedoch eine freie Blickführung.

Dies war für die Architekten ein wichtiger Punkt, denn so erfahren Beschäftigte und Besucher eine viel größere Verbindung zwischen Innenraum und Umgebung als dies mit opaken Wänden möglich wäre.

Erst in den Abendstunden ändert sich das Bild. Bei eingeschalteter Beleuchtung wird das Innere sichtbar. Dies passt allerdings gut zur multifunktionalen Nutzung des Gebäudes am Abend, denn während der Schließzeiten dient das Touristen-Informationsbüro in Torreilles immer wieder für Ausstellungen, Filmvorführungen oder auch Gemeinderatssitzungen. Allesamt Veranstaltungen, die mehr Öffentlichkeit vertragen als das reguläre Tagesgeschäft.

Architekten:

Bernard Cabanne, Perpignan und Michel Génis, Perpignan

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