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Elegant geschützt

Neubau eines Berufskollegs in Recklinghausen
Elegant geschützt

Zentraler Raum des Max-Born-Kollegs ist das überaus großzügige Foyer. Es steht beispielhaft dafür, dass zeitgemäßes, ästhetisches Ambiente und Brandschutz kein Widerspruch sein müssen. Die transparenten Wände der umlaufenden Galerien dienen als Brand- und Absturz-Schutz und lassen den Raum noch größer wirken.

prn/jo

Das Max-Born-Kolleg ist ein technisch ausgerichtetes Berufskolleg. Es vermittelt alle Schulabschlüsse der Sekundarstufe II und die Ausbildung zum staatlich geprüften Techniker. Spezialisiert ist die Schule auf die Bereiche Bautechnik, Elektrotechnik, Maschinenbautechnik, Orthopädietechnik sowie Gestaltung.
Transparenter Brandschutz im Foyer
Ein Haus dieser Größe verlangt nach Räumlichkeiten, in denen auch mal Hunderte von Menschen zusammentreffen können. Einen derartigen Schmelztiegel stellt das Foyer dar, das sich über die gesamte Gebäudehöhe erstreckt.
Für das Foyer gelten besonders strenge Brandschutzvorschriften, weil es als Fluchtweg für eine große Personenzahl ausgelegt sein muss und hier die Gefahr des Brandüberschlags auf andere Geschosse hoch ist. Mit den zum Forum orientierten Fluren der oberen Stockwerke steigt das Gefahrenpotenzial zusätzlich. Die Lösung lag in der geschosshohen Brandschutz-Verglasung der Umläufe – ausgelegt für einseitige Brandbelastung. Die Gläser bestehen aus zwei Scheiben (Float / Pyran) mit PVB-Folie verklebt. Dieser Aufbau erfüllt die Feuerschutz-Vorgaben wie auch die Vorschriften zur Absturzsicherung.
In den Anschlüssen musste eine Befestigung gefunden werden, die ein Verformen der Elemente bzw. Glasbruch verhindert. Dafür wurden obere und untere Sonderanschlüsse entwickelt, die Zulassung erfolgte im Einzelfall. Die Montage erfolgte dann mit dem Stahl-Profilsystem „Forster Presto“.
Übergänge
Die Übergänge von der Freitreppe in die Obergeschosse stehen in der Regel offen. Um auch hier den geforderten Brandschutz zu gewährleisten, sorgen rauchdichte Brandschutz-Schiebetore von Teckentrup für Sicherheit. Diese sind mit künstlichem Sturz und teilweise mit künstlichem Anschlag auf der Zulaufseite ausgestattet. Die Tore fügen sich sehr harmonisch ein, der Raum behält seine Leichtigkeit und sein Licht. Türen hätten hier wegen des Schwenkbereichs nicht funktioniert.
Rauchdichte Treppenhäuser
Rauchdichtheit war auch in weniger repräsentativen Gebäudeteilen eine Vorgabe.
In den Treppenhäusern sind beispielsweise 34 Rohrprofiltüren (T30) eingebaut, die über eine absenkbare Bodendichtung den rauchdichten Abschluss sicher stellen und mit diesem System wesentlich langlebiger sind als konventionelle Schleifdichtungen.
Auch für diese Türen entwickelte das Planer-Team eine eigene Konstruktion. Für die Montage wurden Winkel 100 x 40 x 5 auf Torhöhe und Stahlplatten 60 x 60 x 5 eingesetzt – also keine Lösung von der Stange.
Architekten: Scholl Architekten GmbH, Stuttgart
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