Fugenlos und strahlend weiß: Betonboden ohne Beschichtung

Neugestaltung eines Eingangsbereiches der Halle Münsterland

Fugenlos strahlendes Weiß – Betonboden ohne Beschichtung

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Das etwa tausend Quadratmeter große Südfoyer des Messe und Congress Centrums Halle Münsterland erhielt einen neuen Betonboden: strahlend weiß, fugenlos und ohne Beschichtung.

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Das „Messe und Congress Centrum Halle Münsterland“ ist das größte und vielseitigste Veranstaltungszentrum der Region. Insgesamt umfasst es heute rund 20 000 m² Ausstellungsfläche und etwa 10 000 m² Freigelände. In der größten Halle, der Messehalle Mitte, haben bei Großveranstaltungen bis zu 11 000 Personen Platz. Jährlich finden in der Halle Münsterland rund 300 Veranstaltungen jeder Art und Größe statt, an denen mehr als 550 000 Menschen teilnehmen.
Um die Besucher gebührend zu empfangen, wurde das im Jahr 2000 von Kresings Architektur GmbH, Münster, gebaute, 1 000 m² große Südfoyer grundlegend modernisiert. Mit inbegriffen waren hierbei der mittige Treppenaufgang sowie der neue glänzende Boden Terraplan von Dyckerhoff.
Betonboden ohne Beschichtung
Bei Terraplan handelt es sich um einen Boden aus reinem Beton, also ein monolithisches System. Es wird dabei ganz bewusst auf eine Beschichtung verzichtet, stattdessen werden die vielfältigen positiven Eigenschaften des Betons genutzt. Voraussetzung ist allerdings, dass die vor Ort eingebrachten Betonböden geschliffen werden. Ebenfalls in Analogie zum klassischen Terrazzoboden kommt auch bei der Betonrezeptur von Terraplan der Gesteinskörnung eine besondere Bedeutung zu, da diese nach der finalen Oberflächenbehandlung maßgeblich das Erscheinungsbild des Bodens bestimmt.
Die Zusammensetzung des Betons entscheidet also bereits darüber, ob die Oberfläche feinkörnig, grobkörnig, homogen oder gesprenkelt wirkt. Die Betonrezeptur besteht in der Regel im Unter- und Vorsatzbeton aus Weißzement. Dadurch wird ein gleichbleibend hohes Maß an Reproduzierbarkeit der Rezepturen sichergestellt, da Dyckerhoff Weiss nicht nur bundesweit, sondern auch im benachbarten Ausland stets in gleicher Qualität verfügbar ist.
Individuelle Veredelung vor Ort
Der in Münster eingebaute Terraplan-Boden basiert auf einem Beton der Druckfestigkeitsklasse C 35/45 – hergestellt im Werk Greven der zum Dyckerhoff-Konzern gehörenden Sibobeton GmbH & Co. KG. Die helle Optik des Vorsatzes wurde mit Carrara-Marmor und Dyckerhoff Weiss als Bindemittel erzielt.
Durch eingebaute Rand- und Dehnungsfugenprofile lagen die Feldgrößen bei rund 50 m². Besonderheit von Terraplan ist schrittweise, vor Ort vorgenommene Veredelung eines reinen Betonbodens, ganz ohne zusätzliche Beschichtung. Für die Herstellung des Bodens war die R. Bayer Betonsteinwerk GmbH verantwortlich. Dem auf den Einbau von Terraplan-Böden spezialisierten Unternehmen gelingt es, in jedem Objekt einen ganz individuellen Terraplan-Boden zu kreieren. Dies liegt daran, dass sich Bayer intensiv mit der neuen Technik auseinandergesetzt und sie auch ständig weiter entwickelt hat. Dazu gehört der Einsatz von verschiedenen Additiven wie Fließmittel, Schwindreduzierer und Fasern und auch, dass man nicht mehr allein auf die in den Silos der Transportbetonanlage vorrätigen Gesteinskörnungen zurückgreift, sondern vielmehr vor Ort jeweils ganz individuelle, oftmals regionale Gesteinskörnungen in Bigbags bereit hält, um diese dann direkt auf der Baustelle in den Fahrmischern hinzu zu mischen. Denn die Gesteinskörnungen bestimmen ganz maßgeblich Farbgebung und damit die optische Wirkung des Bodens.
Alternative zu Terrazzo
Der Betreiber entschied sich vor allem aufgrund der schnellen Bauzeit sowie der hohen Tragfähigkeit und Langlebigkeit für Dyckerhoff Terraplan.
Die hohe Stabilität ermöglicht es, Lasten auch bei schlanken Aufbauhöhen großflächig auf die wenig tragfähigen Untergründe zu verteilen. Ein kompletter Rückbau der Untergründe war somit nicht überall notwendig.
Die Oberflächen sind einfach zu reinigen und optisch sehr ansprechend. Der Betonboden wird daher insbesondere im Bereich von Museen, Theatern oder Eingangshallen etc. verwendet und gilt als Alternative zu den handwerklich hergestellten Terrazzo. Der Terraplan läßt sich mit Hilfe rationeller Transportbetontechnik auch auf großen Flächen wirtschaftlich einbauen. Mit seiner ebenen Oberfläche und mit großen fugenlosen Feldern ist er optisch dem Terrazzo ähnlich. Darüber hinaus setzt er hinsichtlich der Lebensdauer, der Ebenheit, der Reinigungskosten und auch der Gestaltungsmöglichkeiten neue Maßstäbe bei der Bodengestaltung.
Architekt:
Kresings Architektur GmbH, Münster
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