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Mit hoher Lichtqualität

Neubau eines Museums auf Jütland
Mit hoher Lichtqualität

Das Herning Museum of Contemporary Art von Steven Holl Architects auf der dänischen Halbinsel Jütland ist ein langgestreckter Sichtbetonbau. Licht erhalten die Ausstellungsräume durch Profilglas mit transluzenter Wärmedämmung.

Formschön und auf charakteristische Art kunstvoll, dies ist sämtlichen Museumsbauten von Steven Holl gemein – auch dem neuen Museum für zeitgenössische Kunst in Herning auf Jütland. Der skulpturale Sichtbetonbau begegnet seinem Betrachter mit starker Präsenz. Zugleich ist spürbar, wie feinsinnig und harmonisch das Gebäude auf seine Umgebung abgestimmt wurde.

Der Entwurf bezieht sich auf die weit zurück reichende Industriegeschichte der Stadt Herning; in der Nachbarschaft lag ehemals eine Hemdenfabrik. Im Grundriss erinnert das Museum an vier ineinander verschlungene Ärmel, die das Gebäude formen. Ihre Dynamik setzt sich im Außenraum in langgestreckten Grashügeln und Wasserbecken fort, zugleich wirkt das Gebäude wie aus diesen Landschaftselementen emporgewachsen.
Die architektonische Idee des Textilen spiegelt sich im Grundriss, aber auch in der Haptik der Fassade wider. Großflächige Wandscheiben aus weißem Beton sind nicht wie üblich glatt geschalt, sondern zeigen eine bewegte Struktur, die an geknitterten Stoff erinnert. Erzeugt wird dieses Faltenmuster durch das Einlegen von Kunststoffnetzen in die Schalung.
Natürlich belichtet
Das Zentrum des Gebäudes bilden zwei großzügige Ausstellungsräume, um die sich Foyer, Konzertsaal, Bibliothek, Büroräume, Café-Restaurant und Open-Air-Bühne gruppieren. Entwurfsprägend sind auch gewölbte Dachelemente aus Stahlfachwerkträgern, die außen durch weit ausladende Dachüberstände beeindrucken.
Für natürliche Belichtung der Ausstellungsbereiche wurden die einzelnen Dachsegmente so gegeneinander versetzt, dass große Oberlichter entstehen. Diese wurden mit sandgestrahlten U-Profilgläsern realisiert und einer transluzenten Wärmedämmung von Okalux versehen. Eine 40 mm Okapane-Kapillareinlage streut das Tageslicht weich in die Ausstellungsräume. Dabei weist die Einlage aus PMMA sehr hohe Lichttransmissionswerte auf und schützt die Kunstwerke zugleich vor UV-Strahlung. Aufgrund dieser Eigenschaften wurde die transluzente Verglasung ebenfalls großflächig an der Außenfassade des Museums in sämtlichen verglasten Bereichen über der Erdgeschossebene eingesetzt. Das einfallende, diffuse Tageslicht verleiht den Ausstellungsräumen eine helle und angenehme Atmosphäre. Transparente Glasflächen wie etwa im Foyer und dem Café-Restaurant stellen beim Rundgang durch das Museum den Bezug zum Außenraum her.
Architekten: Steven Holl Architects, New York / USA Kjaer & Richter, Aarhus / DK
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