Startseite » Beton »

Betondrucker druckt Deutschlands erstes 3D-Druck-Haus

Neubau Wohnhaus in Beckum
Erstes 3D-Druck-Haus

Infoservice
Sie können folgende Produkt-Informationen der im Beitrag erwähnten Hersteller über den Infoservice kostenfrei anfordern:Wie funktioniert der bba-Infoservice? Zur Hilfeseite »
In Zusammenarbeit mit mehreren Unternehmen ist nach dem Konzept von Mense-Korte ingenieure+architekten Deutschlands erstes Haus aus dem 3D-Drucker entstanden. Neben einem Betondrucker und diffiziler Drucktechnologie war ein Spezialbeton erforderlich, der gut pumpbar und ebenso extrudierbar sein musste.

Anforderung:

3D-Extrusionsdruck-geeignetes zementgebundenes Material für den Hausbau

Lösung:

Spezialbeton als werksfertiger Trockenmörtel mit guter Pumpbarkeit bei sehr guten Extrusionseigenschaften


Das erste Wohnhaus aus dem 3D-Betondrucker in Deutschland wurde vom Rat für Formgebung mit dem German Innovation Award in der Kategorie „Building & Elements“ ausgezeichnet. Das zweigeschossige Einfamilienhaus in Beckum (NRW) mit ca. 160 m² Wohnfläche, je 80 m² auf jedem Stockwerk, besteht aus mehrschaligen Wänden, die mit Dämmmaterial oder mit Ortbeton verfüllt wurden.

Erstellt wurde das Konzept für das innovative Projekt von Mense-Korte ingenieure+architekten. Der Druck erfolgte mit einem auf der Baustelle installierten Betondrucker der Firma Peri. Als Druckmaterial kam der Druckmörtel „i.tech 3D“ von HeidelbergCement zum Einsatz. Gutachterlich begleitet wurde das Projekt von der TU München bzw. vom Ingenieurbüro Schießl Gehlen Sodeikat.

„Mit diesem Fertigungsverfahren können Häuser schneller, wirtschaftlicher und nachhaltiger erbaut werden. Zudem erlaubt das Verfahren eine sehr individuelle Gestaltung der Wohnräume“, so die Begründung der Jury. Mit der Auszeichnung würdigt der Rat der Formgebung Projekte, die ihre Branche durch Originalität, Umsetzung und Wirksamkeit voranbringen.

Zementgebundenes Material für 3D-Druck

Dr. Jennifer Scheydt, Leiterin der Abteilung Engineering & Innovation bei HeidelbergCement Deutschland: „Der Druck des Wohnhauses in Beckum ist ein Meilenstein für die 3D-Betondrucktechnologie. Als leistungsstarker und innovativer Partner dieses Projekts haben wir dazu beigetragen, den traditionellen Baustoff Beton an die Möglichkeiten anzupassen, die uns der 3D-Druck bietet, nämlich Anwendungsbereiche in sämtlichen Größenordnungen und Formen. Wir sind überzeugt, dass sich diese neue Art des Bauens in den nächsten Jahren durchsetzen wird.“

Weiter sagt Dr. Scheydt über den Spezialbeton: „Die Entwicklung eines zementgebundenen Materials für den 3D-Druck ist eine große Herausforderung. Es sollte gut pumpbar und gut extrudierbar sein. Außerdem muss es schnell eine ausreichende Tragfähigkeit ausbilden, damit die unteren Schichten nicht unter der Last der oberen Schichten versagen. Hierbei muss gleichzeitig der Verbund zwischen den Schichten sichergestellt sein.”

Betondrucker erfordert gute Pumpbarkeit

i.tech 3D ist ein werksfertiger Trockenmörtel, der speziell für den 3D-Extrusionsdruck entwickelt wurde. Das Material enthält ausgewählte mineralische Komponenten und Additive, um für den Betondrucker eine sehr gute Pumpbarkeit bei gleichzeitig sehr guten Extrusionseigenschaften sicherzustellen. Die hervorragenden Verarbeitungseigenschaften und die hohe Grünstandfestigkeit von i.tech 3D ermöglichen dabei einen exzellenten Verbund zwischen den einzelnen Lagen, indem ein Frisch-in-Frisch-Drucken ermöglicht wird. Gleichzeitig sorgt die zielsichere Festigkeitsentwicklung für ein Druckbild mit hoher Formtreue. Für unterschiedliche Druckprozesse oder Verarbeitungsbedingungen stehen verschiedene Variationen des innovativen Materials zur Verfügung.

Druckmörtel „i.tech 3D“


Projekt: Einfamilienhaus aus dem 3D-Drucker, Beckum

Unternehmen: Hous3druck UG, Beckum

Konzept/Planung: Mense-Korte GbR, ingenieure+architekten, Beckum
www.mense-korte.de

Entwicklung: HeidelbergCement AG, Heidelberg, und Peri GmbH, Weißenhorn

Gutachter: Ingenieurbüro Schießl Gehlen Sodeikat GmbH, München
www.ib-schiessl.de
Technische Universität München
www.tum.de


i.tech 3D ist geeignet für den 3D-Extrusionsdruck von:

  • Fertigteilen oder auf der Baustelle gedruckten Bauteilen
  • tragenden und auch nicht tragenden Bauteilen
  • geraden oder geschwungenen Bauteilen

Lesen Sie hier weiter

Sanitäre Ausstattung im 3D-Druck-Haus: bba 09|2021


Mehr zum Thema Beton


Hersteller
Weitere bba-Artikel und Produkt-Informationen finden Sie in den Herstellerprofilen:
Infoservice
Wie funktioniert der bba-Infoservice? Zur Hilfeseite »
MeistgelesenNeueste Artikel

Infoservice
Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der bba-Infoservice? Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Medien GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum bba-Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des bba-Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de