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Bauphysikalisch maßgeschneidert

Neubau eines KfW-70-Mehrfamilienhauses in Gochsheim bei Schweinfurt
Bauphysikalisch maßgeschneidert

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Mehrfamilienhäuser müssen heute neben individuellen Ansprüchen an Komfort vor allem auch erhöhten Anforderungen an Wärme- und Schallschutz genügen. In Gochsheim wählten die Architekten gezielt zweierlei Porenbetonsteine sowie Kalksandsteine, um Wärmedämmung, Schallschutz und Tragfähigkeit technisch unter einen Hut zu bringen.

Olaf Kruse | jo

Da die 18 Wohneinheiten als Eigentumswohnungen konzipiert wurden, war für eine erfolgreiche Vermarktung neben gehobenem Wohnkomfort eine attraktive Architektur angesagt. Die Architekten Bernd und Jörg Thinius aus Schweinfurt entwarfen ein relativ kompakt wirkendes Gebäude mit Flachdach, das gestalterisch Elemente der Bauhausarchitektur aufnimmt und zeitgemäß interpretiert. Durch die Rückstaffelung des obersten Geschosses und auskragende, übereck verlaufende Balkone der Eckwohnungen wird eine nicht alltägliche Ästhetik erzielt.
Die Wohnungen sollen die Wohnbedürfnisse aller Altersgruppen und unterschiedlicher Haushaltsgrößen abdecken. Alle Wohnungen sind barrierefrei. Die Wohnungsgrößen reichen von der 2-Zimmer-Wohnung mit 58 m2 bis zur 4-Zimmer-Penthouse-Wohnung im obersten Geschoss mit 144 m2 Großflächige, bis zum Boden reichende Verglasungen sorgen für helle Innenräume.
Maßgeschneidertes Außenmauerwerk
Der Bauträger wünschte sich massive monolithische Außenwände, die neben der Berücksichtigung bauphysikalischer, ökologischer und ökonomischer Aspekte eine dauerhaft werterhaltende Gebäudehülle sicherstellen. Da durch die Förderung durch die KfW-Bank für das Mehrfamilienhaus KfW-Effizienzhausstandard 70 gefordert war, musste der Außenwandbaustoff auch hohen baulichen Wärmeschutz gewährleisten.
Der gewählte Ytong Porenbeton-Planblockstein von Xella wurde diesen Kriterien aus Sicht des Bauträgers im besonderen Maße gerecht.
Er ermöglichte aufgrund der Bandbreite der Produktpalette mit Planblocksteinen unterschiedlicher Rohdichte, Formate und Wärmeleitfähigkeit eine wirtschaftlich und bauphysikalisch maßgeschneidert an das Objekt angepasste Lösung.
So kamen bei der Außenwand aus statischen und wärmedämmtechnischen Gründen zwei Planblocksteine unterschiedlicher Rohdichte und Wärmedämmung zum Einsatz. Während in den ersten zwei Geschossen aufgrund der größeren Tragfähigkeit der Ytong PP 4–0,50 ( λ=0,12 W/(mK) der Festigkeitsklasse 4 mit einer Formatbreite von 36,5 cm verwendet wurde, erfolgte mit der gleichen Formatbreite die Mauerwerkserstellung in den oberen zwei Geschossen mit dem hochwärmedämmenden Ytong PP 2–0,35 der Festigkeitsklasse 2 mit einer Wärmeleitfähigkeit von nur 0,08 W/(mK).
Damit konnte insgesamt mit einer relativ schlanken Wand ein Wärmedurchgangskoeffizient von 0,21 W/m²k er-zielt werden, der die Vorgabe des KfW-
Effizienzhauses 70 an den baulichen Wärmeschutz erfüllte.
Erhöhter Schallschutz
Ein wesentlicher Maßstab für Wohnkomfort ist bei Mehrfamilienhäusern immer auch der Schallschutz der Wohnungstrennwände. Um für die Bewohner ausreichende Ruhe in den eigenen vier Wänden zu gewährleisten, wurde deshalb vom Bauträger ein erhöhter Schallschutz für die Trennwände gefordert.
Mit dem Silka Kalksandstein 20–2.2 mit einer Rohdichte von 2,2 kg/dm³ erwies sich auch hier ein Produkt von Xella für den Bauträger aus bauphysikalischer und wirtschaftlicher Sicht als Lösung. Bereits mit einer einschaligen Wand und einer Dicke von 24 cm wurde ein ausreichendes Schalldämmmaß von 56 dB garantiert. Es lag damit über das nach Beiblatt 2 der DIN 4109 für den erhöhten Schallschutz von Wohnungstrennwänden empfohlene Maß von 55 dB. Aufgrund der hohen Tragfähigkeit kamen die Kalksandsteine auch bei den tragenden Innenwänden zum Einsatz. Das Mauerwerk trägt mit einer Dicke von nur 17,5 cm die jeweils anfallenden Belastungen sicher ab.
Architekten: Architekturbüro Thinius, Dipl.-Ing. Architekten Bernd und Jörg Thinius, Schweinfurt


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