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Nahtlos verlängerter Wohnraum

Neubau eines Wohngebäudes in New York
Nahtlos verlängerter Wohnraum

„Metal Shutter House”, das jüngste Projekt von Shigeru Ban und gleichzeitig sein erstes Wohngebäude in den USA, wurde im Mai in New York fertig gestellt. Optisch nahtlos schließt ein spezieller Balkonboden an den der Wohnräume an. Sein Verbundwerkstoff sorgt für hohe Funktionalität.

Der elfstöckige Bau, dessen Apartments sich über die volle Länge des Gebäudes erstrecken, befindet sich am Ufer des Hudson Rivers im West Chelsea-Distrikt von Manhattan. Die in der amerikanischen Fachwelt als „Hot Spot“ für Architektur bekannte Gegend wurde in den letzten zehn Jahren von namhaften Architekten entwickelt – wie Frank Gehry mit dem IAC Building und Jean Nouvel mit dem Luxusapartmentgebäude „100 11th“.

Selbst in so prominenter Nachbarschaft etablierte sich das Projekt von Shigeru Ban und seinem amerikanischen Partnerbüro Dean Maltz Architect überdurchschnittlich schnell: Schon 2007, kurz nach dem Spatenstich, waren sämtliche Apartments innerhalb von nur vier Monaten ausverkauft. Seinen Namen verdankt das Metal Shutter House motorbetriebenen Jalousien aus Metall, die sich wie ein Vorhang über die komplette Front des Gebäudes legen können und so eine elegante Lösung für Lichtschutz und Privatsphäre je nach Bedarf bieten.
Innenraum = Außenraum
Shigeru Bans Architekturphilosophie liegt in der Integration von Umwelt und Innenraum. Die nach Süden ausgerichteten, über einem ruhigen Innenhof liegenden Balkone sind als Verlängerung des Wohnraums nach außen gedacht. Die Herausforderung in der Gestaltung der Balkone lag darin, einen nahtlosen Übergang zwischen innen und außen zu schaffen. Daher sind beide Räume nur durch ca. 4,5 m breite deckenhohe Glastüren getrennt. Der Balkonboden sollte nahtlos auf gleicher Höhe anschließen und musste optisch zum Design des edlen Eichenholzfußbodens im Apartment passen. Selbstverständlich sollte der Bodenbelag beträchtliche Temperaturschwankungen in New York standhalten können und langlebig ein.
Bei der Materialauswahl mussten vor allem zwei bautechnische Anforderungen berücksichtigt werden: Zum einen galt es, die strukturelle Last zu minimieren, zum anderen den Wasserabfluss zu gewährleisten. So wurde der ursprünglich angedachte Plan, Betonböden für die Balkone zu verwenden, schnell verworfen. Zu groß wäre die Gefahr, dass rückfließendes Regenwasser den empfindlichen Innenboden bei einem nahtlosen Abschluss auf gleicher Höhe beschädigt.
Leicht und langlebig
In dem Verbundwerkstoff UPM ProFi Deck fand man einen Bodenbelag, der sämtliche Voraussetzungen erfüllt. Die Dielen aus dem neuartigen Material in der Farbe Steingrau passen sowohl zu den Eichenholzdielen innen als auch zum weißen Fassadendesign und den Metallelementen des Gebäudekomplexes.
„Die Verbundwerkstoff-Dielen schaffen Kontinuität – sowohl, was den ebenen Bodenverlauf von innen nach außen betrifft, als auch mit Blick auf das Fußbodendesign im Innenraum – auch weil die Balkon- und Holzdielen in der gleichen Richtung verlaufen. Der Farbton Steingrau harmoniert sehr gut mit der Gesamtkomposition“, führt Architekt Dean Maltz aus.
Aufgrund seiner Hohlkammerstruktur ist UPM ProFi Deck wesentlich leichter als Holz- oder andere Verbundwerkstoff-Dielen. Die wasserdurchlässige Konstruktion stellt den Wasserabfluss sicher. Dank seiner Oberflächenhärte und einer sehr geringen Feuchtigkeitsaufnahme ist das Material beständig, schmutzabweisend, schimmelfrei und langlebig. Beständig ist auch die Farbe des Materials, das in sieben Farbtönen erhältlich ist. Da es im Gegensatz zu Holz oder anderen Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoffen praktisch kein Lignin enthält, ist das Material in hohem Maße witterungsfest und verändert seine Farbe im Laufe der Jahre kaum.
Bei Shigeru Bans Bestrebung, Architektur und Natur miteinander zu verbinden, spielt Nachhaltigkeit in der Auswahl der eingesetzten Baumaterialien eine große Rolle. Aus Sicht der Architekten ist daher ein weiterer Pluspunkt, dass die Dielen aus recycelten Materialien bestehen und zu hundert Prozent wiederverwertet werden können.
“In den USA war das Material bisher eher unbekannt”, sagt Dean Maltz. “Ich kann mir aber gut vorstellen, dass es wegen seiner guten Leistungsmerkmale und frischen Optik hier künftig öfter zum Einsatz kommt.”
Architekten: Shigeru Ban, Tokio Dean Maltz Architect, New York

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