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Erneuerung mit Methode

Sanierung einer altehrwürdigen Straße in Amsterdam
Erneuerung mit Methode

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Amsterdam zieht mit seinen Sehenswürdigkeiten unzählige Touristen an. Architektonische Highlights sind u.a. die vielen Wohn- und Lagerhäuser, die zum größten denkmalgeschützten Bestand in den Niederlanden gehören. In diese Umgebung passt sich die Straße „Nes“ bestens ein. Diese und weitere Gassen wurden umfassend neu gestaltet. Für die „Nes“ entschied man sich für leicht besandete Pflasterklinker in klassischem Rot.

Anforderung:

Gestaltung des zusammenhängenden öffentlichen Raums nach eigens entwickelter „Puccini“-Methode

Lösung:

Einsatz u. a. von besonders strapazierfähigem Pflasterklinker mit Granit-Umfassung für einheitliches Straßenbild


Marcel Lohmann | jo

Die „Nes“ wurde im Zuge einer groß angelegten Umgestaltung des Zentrums nach entsprechenden Richtlinien, die von der Stadt Amsterdam festgelegt wurden, erneuert. Ein zusammenhängender öffentlicher Raum soll demnach so gestaltet werden, dass er dem historischen Charakter des Innenstadtbereichs gerecht wird.

Einheitliches Straßenbild

Für ein einheitliches Bild im öffentlichen Raum verwendet die Stadt die intern entwickelte „Puccini“-Methode. Dabei handelt es sich um ein Protokoll zur Gewährleistung einer qualitativ hochwertigen physischen Gestaltung von Straßen, Plätzen und öffentlichen Gärten. Zwei Handbücher geben die Richtlinien vor: Das rote Handbuch betrifft Bürgersteige, Beleuchtung und Stadtmöbel, das grüne befindet sich noch in der Entwicklung und wird technische Ausarbeitungen in Bezug auf Baumarten, Anbauflächen und Pflanzungen enthalten. Die Puccini-Methode entstand um das Jahr 2000, als der Stadtrat feststellte, dass es kein einheitliches Straßenbild im Stadtzentrum gab.

Für die Gestaltung der altehrwürdigen Straße „Nes“ kam der Hagemeister-Pflasterklinker in der Objektsortierung Amsterdam Rood Speciaal zum Einsatz. Der klassische, rot gebrannte Ziegel ist leicht besandet und hat eine Größe von 210 x 70 x 78 mm. Um den hohen Belastungen des Straßenverkehrs Stand zu halten, wurde der Klinker in der besonders strapazierfähigen „Creatap“-Version mit einer kleinen Fase verlegt. Das verwendete Format weicht von der Richtlinie des städtischen Handbuchs für die Gestaltung öffentlicher Räume ab – das Handbuch schreibt nämlich für das Zentrum Klinker im Dickformat (200 x 67 x 80) vor. Für bestimmte Orte, wie die „Nes“, wurde eine Ausnahme gemacht.

Im Ellenbogenverband verlegt wird die gepflasterte Fläche durch ein interessantes Muster zusätzlich optisch aufgewertet. Die Bürgersteige bestehen aus grauem Granit mit einem Höhenunterschied zur Straße von nur 2 bis 3 cm. Mit der Erneuerung schließt der öffentliche Raum der „Nes“ nun nahtlos an die Warmoesstraat an – auch dort erhielt die Fahrbahn einen neuen Belag aus roten Pflasterklinkern in einer Umfassung aus Granit.

Langlebigkeit überzeugt

Die Stadt bevorzugte den Hagemeister-Pflasterklinker auch wegen seiner geringen Wasseraufnahme, seinem besonders hohen Druckwiderstand und der Haltbarkeit. Der Klinker hat eine technische Lebensdauer von 80 Jahren – im Vergleich zu den 25 Jahren eines Betonsteins. In der „Nes“ wurden insgesamt 2 500 m² Straßenfläche mit dem Amsterdam Rood Speciaal Pflasterklinker versehen.


Auftraggeber: Stadt Amsterdam

Planung/Architektur: IBA Amsterdam (Ingenieursburo Amsterdam Gemeente)
www.amsterdam.nl/ingenieursbureau/

Gepflasterte Fläche: 2 500 m²


Mehr zum Thema

  • Pflasterklinker

www.hier.pro/bba_Apenrade


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