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Gebäudeentwässerung für Großprojekte mit Hybridwerkstoff

Planung von Großprojekten erleichtern
Ablauftechnik aus Hybridmaterial

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Entwässerungsanlagen großer gewerblicher und öffentlicher Gebäude verfügen über viele unterschiedliche Ablaufstellen. Die Ablauftechnik muss hier bei spezifischen Anforderungen ein breites Einsatzspektrum abdecken. Aus herkömmlichen Materialien eignen sich Abläufe jeweils nur für bestimmte Abwasser und Rahmenbedingungen. Mit Abläufen aus Verbundwerkstoffen lassen sich Vorschriften an die Gebäudeentwässerung einfacher erfüllen.

Anforderung:

Prüfen der Materialien-Eignung auf Einbauort bei der Ablauftechnik

Lösung:

Universell für Objekt-, Parkdeck-, Dach- und Hofentwässerung: Verbundwerkstoff


Rainer Kübler, Produktmanager Ablauftechnik bei Kessel | be

Die Auswahl geeigneter Abläufe für die Gebäudeentwässerung ist eine von vielen Aufgaben, die Planer von Großprojekten erledigen müssen. Üblicherweise kommen Abläufe aus Grauguss, Edelstahl oder Kunststoff zum Einsatz. Keiner dieser Werkstoffe erfüllt jedoch die Anforderungen aller Ablaufstellen in großen öffentlichen und gewerblichen Gebäuden.

Aufgrund ihrer extremen Hitzebeständigkeit gelten Gussabläufe oft als brandsicher und als einzige Alternative für die Gebäudeentwässerung Flachdächer mit Bitumenbahnen. Entgegen der allgemeinen Meinung bieten sie allerdings keine besonderen Vorteile beim Brandschutz. Zudem sind sie sehr korrosionsanfällig, was nicht nur im Außenbereich auf Dauer zu Problemen führt.

Edelstahlabläufe sind hygienisch und werden daher bevorzugt in Bereichen wie Küchen und Schwimmbädern eingesetzt. Da sie aber nicht allen Chemikalien standhalten, disqualifizieren sie sich für viele industrielle Anwendungen.

Kunststoffabläufe sind zwar beständig, korrosionsfrei sowie leicht einzubauen, können jedoch nicht stark mechanisch belastet werden. Somit eignen sie sich nicht für Flächen mit hohen Punktbelastungen.

Dank Fortschritten in der Werkstofftechnik ist es mittlerweile aber möglich, Abläufe herzustellen, die den Planungsprozess deutlich vereinfachen: Bestimmte Verbundwerkstoffe decken alle typischen Anwendungsbereiche von Ablauftechnik ab. Abläufe aus beispielsweise erdungsfreien Materialien können für alle Ablaufstellen in gewerblichen und öffentlichen Gebäuden verwendet werden. Das minimiert den Aufwand für die Planung, Produktauswahl und Koordination der Einbauarbeiten.

Allen (Ab)Wassern gewachsen

Als Hybridmaterial mit Metall- und Kunststoffanteilen vereint Ecoguss beispielsweise die vorteilhaften Eigenschaften aller herkömmlichen Werkstoffe in sich, während Schwachpunkte wegfallen: Er ist extrem hitzebeständig, leitet jedoch weder Strom noch Wärme und schafft so die Grundlage für höchste Brandsicherheit. Er hält großen mechanischen Belastungen stand, ist aber gleichzeitig leicht, korrosionsfrei und hochbeständig gegen so gut wie alle Chemikalien. Aufgrund seiner glatten, schmutzabweisenden Oberfläche ist er zudem äußerst hygienisch. Anders als Metalle hält Ecoguss von Natur aus auch sehr aggressiven Abwässern ohne spezielle Schutzbeschichtung stand.

Risiko: Bodenabläufe im Brandfall

Eine der wichtigsten Sicherheitsanforderungen, die die Ablauftechnik erfüllen muss, ist der Brandschutz. Hitzebeständige Verbundwerkstoffe, die keine Wärme leiten, sind eine ideale Ausgangsbasis für die Planung brandsicherer Ablauftechnik. Im Brandfall stellen sie weder zusätzliche Brandlasten (wie Kunststoffe) noch Wärmeleiter (wie Metalle) dar. Ohne entsprechende Absicherung bietet jedoch auch ein Ablauf aus feuerfestem Material keinen ausreichenden Schutz – das Feuer sowie vor allem Rauch und toxische Gase können sich im Gebäude ausbreiten.

Daher setzen die eigentlichen Gefahren wie Rauch-/Gausaustritt, Brandausbreitung und Hitzeübertragung/Entzündung, die im Brandfall von Bodenabläufen ausgehen, andere Lösungen voraus. Planer sollten deshalb in Großprojekten rauchgasdichte Bodenaufläufe vorsehen und diese mit geeigneten Brandschutzelementen mit hoher Feuerwiderstandsklasse ausstatten lassen. Nur damit werden sie ihrer Verantwortung für die Sicherheit der Menschen gerecht und beugen Haftungsansprüchen vor. Einzuhalten sind hierbei die geltende Bauordnung, die Leitungsanlagen-Richtlinie (LAR) sowie die Regelungen aus der Norm DIN 4102.

Vorschriftsgemäßer Brandschutz bei der Gebäudeentwässerung

Die geringe Wärmeleitfähigkeit und die luftdichten Geruchsverschlüsse mit Wasservorlage von Ecoguss-Abläufen gewährleisten, dass im Brandfall weder Hitze noch toxische Gase aus anderen Räumen übertragen werden. Mit ergänzenden Brandschutzelementen wird der Ablauf zudem vorschriftsgemäß verschlossen. Für die Einhaltung der Brandschutzvorschriften ist ausschließlich die Feuerwiderstandsklasse der verwendeten Brandschutzelemente – also der Zeitraum in Minuten, über den ein geprüftes Bauteil einem Brand mindestens standhält – ausschlaggebend.

Die für Bodenabläufe empfohlenen Brandschutzelemente sind einerseits Brandschutzeinsätze und andererseits Durchgangsdichtungen mit Brandschutzeinlage, die jeweils mindestens die geforderte Feuerwiderstandsklasse für Rohrdurchführungen erfüllen müssen. Sie bestehen aus hitzebeständigem Material, das beim ersten Kontakt mit Feuer aufquillt und den Ablauf luftdicht verschließt, um Flammen, Rauch und toxischen Gasen den Weg von einem Raum in den nächsten zu versperren.

Schallhemmende Wirkung

Neben der Brandsicherheit ist der Schallschutz eine weitere wichtige Voraussetzung für das Wohlgefühl in Gebäuden. Die maximal zulässigen Schallpegel in schutzbedürftigen Räumen und das Vorgehen beim Ermitteln des Geräuschniveaus im Bereich von Bodenabläufen ergeben sich aus den in der Norm DIN 4109 definierten Vorgaben. Darüber hinaus empfiehlt die Richtlinie VDI 4100 für den Schallschutz grundsätzlich noch strengere Richtwerte.

„Messungen des Fraunhofer-Instituts in Stuttgart bestätigten uns die schallhemmende Wirkung von Ecoguss-Abläufen und damit die Einhaltung bzw. sogar Übererfüllung der höchsten Anforderungen an den Schallschutz“, so Rainer Kübler. Abgesehen von der Auswahl des Werkstoffs sollte dem Schallschutz bereits bei der Grundrissplanung Rechnung getragen werden, indem zum Beispiel Abwasserleitungen nicht durch schutzbedürftige Räume geführt werden. Zudem wird Planern empfohlen, Decken und Wände mehrschalig auszuführen, Rohre vor statt in der Wand und ohne Stemmen von Schlitzen und Aussparungen vorzusehen sowie Rohrschellen außerhalb von Aufprallzonen zu platzieren.

Projektbeispiele Gebäudeentwässerung

Wie Ablauftechnik aus dem Verbundwerkstoff Ecoguss Planern bereits die Arbeit erleichtert hat, zeigen erfolgreich realisierte Großprojekte der letzten Jahre: Das 4-Sterne-Hotel nhow Berlin beispielsweise gehört zu den Vorzeigeprojekten des Büros Tchoban Voss Architekten. 288 Ecoguss-Boden-/Deckenabläufe bieten den Gästen ansprechendes Design und dem Hotelbesitzer die Gewissheit, dass dauerhaft eine einwandfreie Gebäudeentwässerung gewährleistet ist.

Die öffentliche Parkgarage Zeleni Venac im Zentrum Belgrads ist ein beliebter Ausgangspunkt für Ausflüge in Serbiens Hauptstadt. Schwer belastbare Parkdeckabläufe aus Ecoguss sorgen dort für eine wirksame Entwässerung, auch im befahrbaren Bereich. Gleichzeitig sind die eingesetzten Flachdachabläufe auch starken Regenereignissen gewachsen und runden das Entwässerungskonzept der komplett sanierten und mit dem European Parking Award 2019 ausgezeichneten Parkgarage ab.

Das Würzburger Erlebnisbad Nautiland bietet mehrere Erlebnis- und Sportbecken, Röhrenrutsche, Dampfbad und große Saunalandschaft mit integrierter Vital-Gastronomie. 161 Ecoguss-Abläufe leiten das anfallende Wasser auf allen Gängen sowie im Dusch- und Sanitärbereich problemlos ab. Dadurch ist nicht nur die regelmäßige Reinigung der Bodenflächen sichergestellt, sondern auch die Rutschfreiheit der Gäste.


Rainer Kübler, Produktmanager Ablauftechnik bei Kessel: „Unser effizienter Brandschutzeinsatz Fire-Kit erfüllt die höchste Feuerwiderstandsklasse R 120. Er bietet gemeinsam mit dem nicht wärmeleitenden Verbundmaterial Ecoguss die effektivste Absicherung von Abläufen.“


Gemäß DIN 4109 sowie Richtlinie VDI 4100: Messungen des Fraunhofer-Instituts in Stuttgart bestätigen die schallhemmende Wirkung von Ecoguss-Abläufen und damit die Einhaltung bzw. sogar Übererfüllung der höchsten Anforderungen an den Schallschutz.


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www.hier.pro/bba1020_Balkonentwaesserung

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