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Amorph möbliert

Umbau eines Klosters zum Fünf-Sterne-Hotel in Maastricht
Amorph möbliert

Schlafen im Klostersaal und Frühstück im Kirchenschiff – das klingt nicht nach Luxus, sondern eher nach Entbehrung. Wer im Kruisherenkloster eincheckt, kommt aber weniger, um auf etwas zu verzichten. Das zum Hotel umgebaute Ordenshaus bietet jede Menge Annehmlichkeiten. Dazu zählt auch das Interieur im Innenhof, geprägt von edlen Bauteilen aus weißem Beton.

Werner Roßkopf | jo

Maastricht, die Kleinstadt an der Maas, ist ein mittelalterliches Kleinod im Süden der Niederlande. 28 Kirchen gibt es in der einst streng katholischen Stadt. Viele davon sind aber nicht mehr als Gotteshäuser in Verwendung. So auch das aus dem 15. Jahrhundert stammende Kruisherenkloster mit Dominikanerkirche und Ordenshaus. Wo bis zum 18. Jahrhundert Mönche beteten und in mühevoller Arbeit Bücher kopierten und wo danach Napoleons Truppen Waffen und Munition lagerten, wartet jetzt ein Fünf-Sterne-Hotel mit Luxus und coolem, aber dennoch gemütlichen Design auf.
Über 20 Jahre standen die Gebäude des Klosters leer, ehe der Limburger Hotelier Camille Oostwegel die Initiative ergriff und die unter Denkmalschutz stehenden Gebäude behutsam restaurierte und so vor dem Verfall bewahrte.
Spätmittelalter trifft auf moderne Gestaltung
Entstanden ist ein Fünf-Sterne-Luxushotel der besonderen Art, das den Gast vor allem mit seinem harmonischen Miteinander aus sakraler Kunst und modernem Design in den Bann zieht. Denn Design prägt das gesamte, mit viel Aufwand sanierte Ensemble aus dem 15. Jahrhundert. Die umgebaute gotische Kirche und das imposante Klostergebäude, in dem einst der Orden der Kreuzherren beheimatet war, tragen dabei unverkennbar die Handschrift renommierter Planer und Designer. Vor allem Henk Vos, Innenarchitekt aus Groningen, und der Münchner Lichtdesigner Ingo Mauer entwickelten dabei eine Architektursprache, die einen spannenden Dialog zwischen Tradition und Moderne erzeugt.
Dies gilt insbesondere für den Innenhof. Hier treffen unter anderem spätgotische Maßwerkfenster auf High-Tech Betonbauteile und Lichtobjekte voller Poesie. Speziell der Gestaltungsanspruch des Lichtdesigners war besonders hoch und zeigt sich nicht zuletzt in den Details sowie den hohem Anforderungen an das verwendete Material.
Eine wichtige Rolle spielt hierbei der verwendete Beton. So wählte Ingo Maurer für die Befestigung und Möblierung des Innenhofs massive Betonbauteile modernster Prägung, die ästhetische mit funktionalen Qualitäten optimal vereinen.
Sichtbeton-Möblierung
Den Grundstoff für diese Betonbauteile bildete weißer Beton auf der Basis von Dyckerhoff Flowstone. Am Boden sind es die großformatigen Platten aus der Produktlinie Massimo, die mit ihren exklusiven Oberflächen für Aufmerksamkeit sorgen. Auf ihnen präsentieren sich die vom Designer entworfenen, amorph geformten Sichtbeton-Sitzmöbel, die zwischen Himmel und Erde zu schweben scheinen.
Dazu kommen frei geformte, großformatige Tische aus selbstverdichtendem Beton, die ebenfalls eindrucksvoll die Möglichkeiten des Materials veranschaulichen. Die bis zu 11 m2 großen Bauteile, die durch ihre homogenen Oberflächen in Sichtbetonqualität – ohne Luftporen und Einschlüsse – überzeugen, werden von der Plattenunterseite angestrahlt. Die Trafos für die Beleuchtung befinden sich in den Füßen.
Der Beton der perfekt gefertigten Bodenplatten im Format 105 x 70 x 4 cm wird zusätzlich durch weiße Granitsplitte veredelt. Die abgesäuerten und fein aufgerauten Oberflächen betonen die Brillanz der Hartgesteine und sorgen auch am Boden für Exklusivität. Dank der im Innenhof vorherrschenden Farbe Weiß bietet sich dem Gast ein ruhiges Bild, das zu Entspannung einlädt und so doch wieder die Brücke zwischen spätmittelalterlicher Architektur und moderner Gestaltung schlägt.
Hergestellt wurden die Betonbauteile in Form von Betonmöbeln und Bodenplatten von der Betonwerk Godelmann KG. Das Unternehmen im oberbayerischen Högling fertigt u. a. Flächenbeläge, die in Design und Qualität Maßstäbe setzen.
Innenarchitekt: Henk Vos, Groningen Designer Betonprodukte: Ingo Mauer, München

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