Kooperation von bba und CCM Europe (Carlisle)

ObjekTOUR: Exklusive bba-Architekturreise

Auf einer zweitägigen geführten Architekturreise durch die Niederlande konnten sich 44 Architekten einen Eindruck von der Innovationskraft ihrer Berufskollegen verschaffen. Exklusive Einblicke in spannende Projekte, eine Architekten-Tour durch Rotterdam und Amsterdam sowie ein Vortrag von Jan Knikker (MVRDV) über „Urbane Hybride“ standen auf dem Programm.

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„So eine Reise sollte es mehrmals im Jahr geben“, sagt eine Teilnehmerin und hebt ihr Weinglas.

Abendessen im Restaurant Fitzgerald, Rotterdam. In Sichtweite liegt der Oude Haven mit seinen historischen Schiffen und den Kubushäusern von Piet Blom im Hintergrund. Es gibt Austern, Gelbflossen-Thunfisch, Sirloin-Steak vom Simmentaler Rind und Ananas-Kapernapfel mit Karamell-Eiscreme zum Nachtisch.

Die Runde ist beschwingt, ein Tag mit vielen Eindrücken liegt hinter der Reisegruppe. 44 Architekten aus ganz Deutschland sind am Morgen um 10 Uhr vom Düsseldorfer Hauptbahnhof aus gestartet, um zwei Tage lang architektonische Highlights in den Niederlanden zu entdecken. Organisiert wurde die Architekturreise von Konradin Architektur sowie CCM Europe (Carlisle), Europas führendem Hersteller von EPDM-Dachabdichtungen.

„Architekten die Möglichkeit zu bieten, neue Impulse zu erhalten, sich in entspannter Atmosphäre auszutauschen und gleichzeitig fortzubilden – das ist das Ziel der Architekturreise ObjektTOUR“, sagt Jürgen Ostrowski, Chefredakteur bei bba.

Und Rudolf Bürdek, Leiter Architektenberatung bei Carlisle CM Europe, ergänzt: „Wir möchten auf dieser Reise zeigen, welche architektonischen Schmuckstücke es in unserem Nachbarland zu entdecken gibt und wie wir diese Meisterwerke mithilfe unserer Produkte nicht nur realisieren, sondern auch dauerhaft schützen können.“

Begleitet wird die Reisegruppe von drei weiteren Architektenberatern von CCM Europe: Michael Pietsch aus Deutschland und Hans ter Horst sowie Benno Nijenhuis aus den Niederlanden. Sie stehen den Architekten für bautechnische Hintergrundinformationen zur Verfügung. Außerdem ist ein Team von Konradin Architektur und der bba-Redaktion mit dabei.

Arnheim, Hauptbahnhof

Die erste Station der Architekturreise ist Arnheim. Professionelle Tourguides empfangen die Reisegruppe. Die Sonne scheint, es ist ein schöner, klarer Herbsttag. Der Blick öffnet sich auf ein futuristisches Gebilde mit expressiv fließenden Formen: der Arnheimer Hauptbahnhof, geplant von UNStudio Amsterdam. 2015 fertiggestellt, hat er sogleich die niederländische Auszeichnung „Dach des Jahres 2015“ erhalten.

Um unterschiedliche Funktionen optimal miteinander zu verbinden, entwickelten die Planer das zentrale Terminalgebäude als organisch gefaltete Landschaft, die durch ein spektakulär gekrümmtes, von Osten nach Westen leicht ansteigendes Stahlbetondach überdeckt wird (siehe auch bba 4|2017). Zur Verkleidung der 4 500 m² großen Dachfläche kamen insgesamt 1 400 individuell geformte und schuppenartig auf der Dachhaut verlegte Elemente aus Glasfaserbeton zum Einsatz. Die Ableitung von Regenwasser erfolgt über 2 bis 6 cm breite Fugen zwischen den Paneelen. Die Frage nach der Abdichtung sei bei diesem komplexen Dach eine große Herausforderung für die Planer gewesen, erzählt Architektenberater Hans ter Horst. Schlussendlich sei die Dachhaut mit EPDM-Bahnen von Carlisle CM Europe abgedichtet worden. Vor allem die lange Lebensdauer der Resitrix Dichtungsbahn habe Ben van Berkel, Gründer von UNStudio, überzeugt.

Nach einer etwa anderthalbstündigen, professionellen Führung durch die unterschiedlichen Ebenen des Arnheimer Bahnhofs geht die Reise für die Architekten weiter – schon jetzt mit vielen neuen Eindrücken, interessanten Hintergrundinformationen und zahllosen Fotos im Gepäck.

Tilburg, Popcluster 013

Nächste Station ist Tilburg. Hier wurde bereits 1998 das Popcluster 013 verwirklicht, eine Veranstaltungshalle für Popmusik-Konzerte. Bei diesem Bauvorhaben legten Benthem Crouwel Architects großen Wert auf eine markante und einzigartige Ausstrahlung des Gebäudes. Und tatsächlich ist die Fassadengestaltung ungewöhnlich: Eine extravagante, schwarze EPDM-Fassade im Chesterfield-Stil ziert das Gebäude. Die Fassadenkonstruktion besteht aus Mauerwerk, auf dem ein Holzfachwerk mit einer dazwischenliegenden Dämmschicht aus Glaswolldämmung befestigt wurde. Spezialanker und CDs zur Markierung der Befestigungspunkte halten die Verkleidung mit Hertalan EPDM-Bahnen an Ort und Stelle.

Mitreißender Vortrag von MVRDV

Nach einer Kaffeepause, die Gelegenheit zum Austausch bietet, geht es weiter nach Rotterdam. Gegen 18 Uhr checken die Architekten im citizenM ein, einem Designhotel, direkt am belebten Alten Hafen gelegen. Nach einer kurzen Pause und einem Drink an der Bar wartet ein weiterer Programm-Höhepunkt auf die Teilnehmer: ein Vortrag von Jan Knikker, Partner und Leiter der Strategie- und Entwicklungsabteilung bei MVRDV Architekten.

Mitreißend erzählt er von Geschichte und Philosophie des 1993 in Rotterdam gegründeten Büros, das einen großen Anteil an der Erneuerung der niederländischen Architektur hat. „Wie kann man ‚Stapeln‘ gut machen und damit auf die zunehmende Bebauungsdichte in Städten reagieren?“ – diese Frage ziehe sich wie ein roter Faden durch die Arbeit von MVRDV, erläutert Knikker. Anschaulich berichtet er anschließend über Planung und Ausführung der Markthalle Rotterdam: Publikumsmagnet, unkonventioneller „urbaner Hybrid“ und Bau der Superlative.

120 m lang, 70 m breit und 40 m hoch ist der bogenförmige Baukörper, der die Funktionen Einkaufen, Parken und Wohnen in sich vereint. Dabei bilden die insgesamt 228 Wohnungen die „Brücke“, der darunter entstehende Raum erzeugt die Struktur der Halle. Von der Hälfte der Wohnungen kann man durch ein Fenster ins Innere der Markthalle blicken. Auf der 5 500 m2 großen Marktfläche reihen sich Marktstände und Restaurants Rücken an Rücken. An den Stirnseiten der Halle befinden sich mit 42 m Breite und 34 m Höhe die beiden größten Seilnetzfassaden Europas. Gigantisch ist auch das 11 000 m2 große Kunstwerk „Cornucopia“ (lat. Füllhorn), das die Innenseite des Bogens schmückt. Entworfen wurde es von den Künstlern Arno Coenen und Iris Roskam. Um das Bild – ein Mix aus Blumen, Brot, Obst, Gemüse, Schmetterlingen u.v.m. – auf die gigantische Größe von 400 000 Megapixeln rendern und schließlich auf 4 500 Aluminium-Paneele drucken zu können, sei sogar das Hollywoodstudio Pixar in Anspruch genommen worden, erzählt Knikker.

Der Vortrag begeistert die Zuhörer. In angeregter Stimmung geht es anschließend zum gemeinsamen Abendessen ins Restaurant Fitzgerald, wo der Abend bei gutem Essen und Wein ausklingt.

Rotterdam und Amsterdam

Am nächsten Tag: Nieselregen. Nun zeigt sich, dass Carlisle CM Europe in vielerlei Hinsicht „wasserdichte Lösungen“ bietet: Das Survival Bag, das jeder Teilnehmer bekommen hat, enthält auch einen schwarzen Regenschirm.

Der zweite Tag der Architekturreise ObjekTOUR hat wieder ein volles Programm zu bieten. Zwei professionelle Guiding Architects von Architour empfangen die Gruppe am Rotterdamer Bahnhof, moderner Verkehrsknotenpunkt und – mit seiner skulpturalen Form, dem spitz zulaufenden Faltdach sowie der mattglänzenden Außenhaut – ebenfalls ein architektonisches Meisterwerk. In einer dreieinhalbstündigen geführten Tour geht es zu Fuß durch Rotterdam. Die Teilnehmer erhalten eindrucksvolle Einblicke in die städtebauliche Entwicklung der vergangenen Jahre. Dabei stehen architektonische Höhepunkte wie beispielsweise das Wohnhochhaus De Karel Doorman (Van den Broek en Bakema, 1951/Ibelings & Van Tilburg, 2012) oder auch das neue Stadtverwaltungs-, Büro- und Wohngebäude Timmerhuis (OMA 2015) auf dem Programm – ein rund 60 m hoch aufsteigendes Geflecht aus containerartig übereinander gestapelten Glaskuben, die eine „urbane Wolke“ erzeugen (siehe auch bba 10|2017). Schlusspunkt der Stadt- und Architekturführung in Rotterdam bildet die spektakuläre Markthalle von MVRDV.

Am Nachmittag hat Amsterdam noch einiges zu bieten: Hauptbahnhof, Oosterdokseiland mit Musikkonservatorium (Frits van Dongen/de ArchitectenCie., 2007) und Stadtbibliothek (Jo Coenen, 2007), oder, nach einer Überfahrt mit der Fähre, das EYE Film Institute von Delugan Meissl (2012), das wie eine weiße Skulptur über dem Wasser zu schweben scheint und zum neuen Wahrzeichen von Amsterdam Noord geworden ist.

Ein voller Erfolg

Erschöpft und erfüllt besteigen die Architekten um 17 Uhr den Bus. Die Reise endet gegen 20:30 Uhr am Düsseldorfer Hauptbahnhof.

„Es tut so gut, neue Eindrücke und Impressionen zu bekommen und sich auszutauschen“, sagt ein Teilnehmer. „Das weitet den Geist und bringt einen wieder auf neue Ideen.“

Und auch der Mitveranstalter Carlisle CM Europe ist zufrieden. „Schön war’s!“, sagt Rudolf Bürdek. „Für uns war es das erste Mal, dass wir eine solche Reise veranstaltet haben und wir haben von den Gästen sehr viel positives Feedback erhalten.“

Für die bba steht fest: Das Format ObjekTOUR ist ein voller Erfolg. Auch in Zukunft wird es exklusive Architekturreisen für die Leser geben.

Film zur Architekturreise ObjekTOUR:

https://www.bba-online.de/bba-objektour-carlisle/

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