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Gedämpfter Schall

Bürohochhaus Coeur Defense in Paris
Gedämpfter Schall

Ende der 50-er Jahre wurde nordwestlich von Paris ein neues Dienstleistungszentrum geplant, um das Stadtzentrum zu entlasten. Heute ist „La Defense“ eines der größten Geschäftsviertel Europas und Touristenanziehungspunkt mit großzügigen Fußgängerzonen und zahlreichen kleinen Grünflächen.

Der Komplex bildet eine Linie mit der großen Esplanade, die die historische, schon 1640 entstandene Achse von Paris zwischen Louvre, Triumphbogen und Place d´Etoile fortsetzt und in der Grande Arche endet. Das Viertel gilt als ein Musterbeispiel innovativer französischer Hochhausarchitektur und ist mit über 70 Kunstobjekten aufgewertet.
Flexibles Konzept
Mittlerweile gibt es schon die dritte Hochhausgeneration. Ein prominenter Vertreter ist das vom Architekten Jean-Paul Viguier von SA d’Architecture geplante „Coeur Defense“ mit mehr als 180 000 m² Nutzfläche. Eigentümer ist Tanagra von der Gruppe Unibail. Das Gebäude besteht aus zwei 157 m hohen Zwillingstürmen mit je 39 Stockwerken und einem 3-gliedrigen, 41 m hohen Flachbau mit 8 Stockwerken.
Bei der Ausstattung der 165 000 m² Bürofläche wurde besonderer Wert auf die Flexibilität und hochwertigen schalltechnischen Eigenschaften der Unterdecke gelegt.
Bauherr und Planer entschieden sich für eine eigens hierfür entwickelte abklappbare Metalldecken-Konstruktion der Lindner AG.
Haustechnik in Metalldecken
Jeder der ca. 10 000 Büroarbeitsplätze benötigt ein komplexes Netzwerk an Versorgungsleitungen, um adäquate Arbeitsbedingungen zu schaffen und die Sicherheit zu gewährleisten.
Beleuchtung, Sprinklerung und das komplette Lüftungs- und Klimatisierungssystem wurden in die Decke integriert. Die Elektro- und Kommunikationsversorgung erfolgt über den Doppelboden.
Um die hohen Anforderungen an das Schallabsorptionsverhalten der Metalldecke zu erfüllen und damit den Menschen in seinem Umfeld positiv zu beeinflussen, wurde die Metalldecke hinsichtlich Schallabsorption und Schalldämmung optimiert.
Nachdem unter die Decke schalldämmende Trennwände gestellt wurden, mussten Schwereinlagen integriert werden. Physikalisch bedingt kann so das Schallabsorptionsverhalten von Metalldecken verschlechtert werden.
Durch eine sorgsame Abstimmung der Materialien ließ sich dies aber ausschließen. Sowohl die Anforderungen an die Schalllängsdämmung von Raum zu Raum mit R`w = 38 dB und der für solche Konstruktionen hohe mittlere Schallabsorptionsgrad alpha S = 0,8 (gemessen nach DIN EN 20354 und berechnet nach einer in Frankreich verwendeten Anforderung) konnten erfüllt werden. Die Metalldecke trägt nun zu einer wesentlichen Verbesserung der Sprech- und Höratmosphäre bei.
Revisionsfreundlich
Bei einem derart hoch technisierten Gebäude spielt die Revisionsfreundlichkeit der gewählten Bauteile im Hinblick auf die langfristige Wirtschaftlichkeit eine entscheidende Rolle. Deswegen wurden ca. 20% der Deckenplatten mit einem Mechanismus ausgestattet, bei dem die Platten um die Längsachse abgeschwenkt werden können.
Der Riegelmechanismus bleibt unsichtbar, die Betätigung erfolgt über die Fuge. Mit dem System LMD-B 129 ist es den Ingenieuren der Lindner AG gelungen, ein kostengünstiges und langlebiges Lager-Riegelsystem zu entwickeln.
Optik und Logistik
Die Metalldecke wird durch eine Mikroperforation mit 1,8 mm Lochdurchmesser und ein klares Fugenbild im Rastermaß von 1,35 m geprägt. Das Deckensystem mit werkseitiger Vorkonfektionierung und kurzen Montagezeiten hat u. a. zur kurzen Bauphase von neun Monaten beigetragen.
Mit diesem Ausbaukonzept und der wesentlichen Komponente „Metalldecke“ zur Integration der Haustechnik wurde eine zukunftsweisende Synthese von Gestaltung, Technik und Wirtschaftlichkeit realisiert.
Die Lindner AG ist Mitglied des Technischen Arbeitskreis Industrieller Metalldeckenhersteller (TAIM) e.V. Die Metalldecken entsprechen den TAIM-Qualitätsstandards.
• Metalldecke
………………………….
Architekt:
Jean-Paul Viguiervon SA d’Architecture, Paris
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