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Fortschritt transparent gemacht

Hydrogen Competence Center in Unterschleißheim
Fortschritt transparent gemacht

Für die Linde Gas AG wurde in Unterschleißheim der Prototyp eines Wasserstoff-Kompetenzzentrums erstellt.

Wasserstoff gilt als ökologisch und ökonomisch sinnvoller Energieträger der Zukunft. Im Gegensatz zu den endlichen fossilen Quellen kann H2 aus einer Vielzahl von erneuerbaren Ressourcen gewonnen werden. Außerdem entstehen keine schädlichen Abgase und die Atmosphäre wird nicht belastet. Die Ölvorräte neigen sich laut Expertenmeinungen schon Mitte dieses Jahrhunderts zur Neige – der Wasserstoff hat also gute Chancen, das Benzin als Kraftstoff abzulösen.
Die Linde Gas AG ist seit Jahren Vorreiter bei der Weiterentwicklung der umweltfreundlichen Wasserstofftechnologie. Das Unternehmen verfügt über die gesamte Technologiepalette, die für eine funktionierende Wasserstoff-Wertschöpfungskette benötigt wird – von der Erzeugung bis zur Betankung.
Das Hydrogen Center ist Ausdruck für die Investitions- und Innovationsbereitschaft des Unternehmens – ein sichtbarer Ausdruck für den Fortschritt beim Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur und des Engagements, sich auch in der Zukunft der Entwicklung nachhaltiger Wasserstofferzeugung zu widmen.
Die Struktur der Anlage entsteht aus der Überlagerung von vier Kreisen: Drei Stahlringe sind mit drei Stützen zu einer statischen Einheit verbunden. In die Ringe gespannte Pneus bilden die transparente Überdachung der Wasserstoff-Dispenser. Der 4. Kreis bildet das Dach des Kompetenzzentrums mit Showroom, Prüfstand und Testwerkstatt.
Nutzungskonzept
Die komplette Anlage (BGF 160 m², BRI 555 m³) besteht aus einer Tankstelle für wasserstoffgetriebene Pkw und Busse, aus einer Konferenz- und Präsentationsplattform für laufende Forschungen und Entwicklungen sowie einer Testanlage für die jüngsten Innovationen im Bereich der Wasserstofftechnologie nebst Lern- und Trainingsanlage für Ingenieure, ergänzt von einem Informations- und Kommunikationssystem.
Die in ihrem Nutzungskonzept einzigartige Einrichtung vereint die Funktionen einer Wasserstoff-Tankstelle mit denen eines Technologie-Testzentrums, einer Ausbildungsstätte und einer Präsentationsplattform. Herzstück der Anlage ist die Tankstelle, die eine Testflotte von wasserstoffgetriebenen Pkw und Bussen sowohl mit flüssigem Wasserstoff (LH2) als auch mit komprimiertem, gasförmigem Wasserstoff (CGH2) versorgt.
Der Betreiber erwartet durchschnittlich zehn Betankungen pro Tag. Damit wird die neue Einrichtung zu einer der meist frequentierten Wasserstofftankstellen weltweit.
Dach-Konstruktion
Die Dachkonstruktion besteht aus drei Stahlringen auf drei Stützen. Verbindungsstäbe in den Schnittpunkten der sich überlagernden Ringe verbinden die Elemente zu einer statischen Einheit. Um unterschiedliche Setzungen zu verhindern, wurden die Einzelfundamente der Stützen mit Fundamentbalken verbunden.
Für die transparente Überdachung selbst wurden textile Konstruktionen und Varianten in Glas untersucht. Es stellte sich heraus, dass eine pneumatische Konstruktion sowohl statisch als auch wirtschaftlich die jeweils günstigste Lösung darstellt. Zudem war nur eine pneumatische Konstruktion in der Lage, eine bildliche Analogie zum Thema Wasserstoff aufzubauen.
In die Stahlringe wurden textile Pneus aus 0,2 mm starker ETFE-Folien von Hightex gespannt. Die obere Folie ist mit metallfarbenen Rasterpunkten bedruckt, während die untere klar blieb. Das Material zeichnet sich durch hohe Transparenz, große Spannweitenmöglichkeiten, lange Beständigkeit, gutes Brandverhalten und Wirtschaftlichkeit aus.
Dreieckförmig sich kreuzende Stahlseilnetze (10 mm) halten die Linien der Pneus in ihrer Form. Zuluftleitungen führen aus den Stützen über die Stahlringe in die Pneus und regulieren bei Bedarf den Luftdruck zwischen den Folien. Sowohl Entwässerung als auch Beleuchtung sind in die Stahlringe der Dächer integriert.
Weitere Informationen
Dach-Folien bba 501
Architekturbüro (Leistungsphasen 2-5): fpa frank und probst architekten, München
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