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Re-Urbanisierung des ländlichen Raumes

VfA-Studentenwettbewerb 2019 ausgelobt

Bild: VfA
Bild: VfA

Die Vereinigung freischaffender Architekten (VfA) hat den VfA-Studentenwettbewerb 2019 ausgelobt. In diesem Jahr beschäftigt sich der Wettbewerb mit zwei realen Wohngebieten in der thüringischen Kleinstadt Zeulenroda. Diese sollen so umgestaltet werden, dass lebenswerte Nachbarschaften entstehen und der Landflucht entgegengewirkt wird. Der Preis ist mit 10 000 Euro dotiert. Abgabetermin ist der 16. Juli 2019.

weitere Informationen zum Wettbewerb »

Derzeit leben ca. 77% der deutschen Bevölkerung in Großstädten oder Ballungsgebieten – und der Zustrom insbesondere von jungen Menschen, die aus strukturschwachen Regionen in die Metropolen ziehen, hält an. Die Folge: Wohnungen in den Städten sind knapp, die Mieten steigen, Mieter werden verdrängt und die Rufe nach sozialem Wohnungsbau werden lauter.

Verwahrloste ländliche Gebiete

Anders zeigt sich das Bild im nicht-urbanen Raum. Gerade in Ostdeutschland trifft man vielerorts auf eine extreme Verwahrlosung der ländlichen Gebiete. Betroffene Orte wie beispielsweise die Kleinstadt Zeulenroda-Triebes in Thüringen kämpfen – trotz intensiver Bemühungen um eine intakte Infrastruktur – mit einer stetigen Abnahme der Bevölkerung.

Dazu kommen Zersiedelung, der Bau von Einkaufszentren und Gewerbeparks an der Kleinstadtperipherie und die Zerstörung historischer identitätsstiftender Strukturen.

„Revival der Landlust“

Aktuelle Studien zeigen jedoch, dass in den vergangenen fünf bis zehn Jahren ein „Revival der Landlust“ zu verspüren ist, insbesondere bei jungen Familien. Denn kleine Gemeinden und Kommunen bieten oftmals günstigere Immobilienpreise und niedrigere Lebenshaltungskosten.

Vor allem die Kleinstadt als Form der Vergesellschaftung erlebt eine Renaissance. Kurze Wege, die Ruhe und Nähe zur Natur, ein stärkeres Gemeinschaftsgefühl untereinander, aber auch Mobilität und die Nähe zur nächstgrößeren Stadt zeichnen den neuen Trend aus.

Wettbewerbsaufgabe

Wie schaffen wir neues Interesse am Leben außerhalb der Millionenstädte? Wie kann der Trend Re-Urbanisierung des ländlichen Raumes funktionieren? Welche infrastrukturellen und soziokulturellen Maßnahmen sind dafür notwendig?

Am Beispiel der thüringischen Kleinstadt Zeulenroda-Triebes sollen die Teilnehmer des VfA-Studentenwettbewerbs 2019 ein stadtplanerisches Konzept mit Gebäude-Entwurf für die Wohngebiete Zeulenroda-Ost und Zeulenroda-West erarbeiten. Dabei sollen ganzheitliche Ideen und Konzepte entwickelt werden, die das Leben in den betroffenen Kleinstadtsiedlungen wieder attraktiv und lebenswert machen.

Wichtiger Bestandteil der Aufgabe ist zudem, dass die Planung exemplarisch auch auf andere strukturschwache Regionen Deutschlands adaptiert werden kann.


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