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Trennwände im Büro

Deep Work
Wie Trennwände im Büro den Flow-Modus aktivieren können

Smartphones vibrieren, Messenger-Nachrichten treffen im Minutentakt ein, Mails mit höchster Priorität wollen sofort beantwortet werden. Aus dem Meeting dringt Stimmengewirr herüber. Sich auf eine Sache zu fokussieren, wird heutzutage im Arbeitsalltag durch Störquellen wie Lärm, parallele Kommunikationskanäle und immer neue Informationen erschwert. Viele sehnen sich im Büro deshalb nur nach einem: endlich in Ruhe arbeiten zu können. Trennwände können hier eine gute Lösung sein.


Sven Kaun-Feederle, MBA

Der Trend zu „Open Spaces“ und Großraumbüros kann für Mitarbeiter zum Belastungsfaktor oder gar zum Gesundheitsrisiko werden. Zwar sind offene Kommunikation und kurze Wege unbestritten wichtige Grundpfeiler der modernen Arbeitswelt. Doch mit dem Entfernen von Wänden und Platzieren schicker Möbel ist es nicht getan.

Um Produktivität, Gesundheit und Zufriedenheit von Mitarbeitern langfristig zu fördern, sind eine sorgfältige Planung und innovative Office-Konzepte gefragt sowie ein neues Verständnis von Räumen und Abschirmung. Trennwände können dabei eine wichtige Rolle einnehmen.

Ruhe schafft Zufriedenheit

Bereits heute ermöglichen mobile Geräte eine Erreichbarkeit, die fest definierte Arbeitsplätze zunehmend überflüssig macht. Gleichzeitig werden Aufgaben immer komplexer. Um agilen Arbeitsformen und sich verändernden Tätigkeiten gerecht zu werden, setzen deshalb immer mehr Unternehmen auf das Großraumbüro als offene Fläche.

Die Folge: Über die Hälfte der Büroarbeiter vermissen Rückzugsbereiche für konzentriertes Arbeiten. Stattdessen torpedieren ein dauerhafter Geräuschpegel und ständige Erreichbarkeit die Konzentration. Das ist weder für die Produktivität noch für die Gesundheit förderlich. Ein ergonomisches Arbeitsumfeld hingegen fördert das persönliche Wohlbefinden und steigert die Produktivität und Kreativität von Mitarbeitern um bis zu 36 Prozent (Fraunhofer Studie „Office Analytics“, 2018).

Damit ist Wohlfühlen ein häufig unterschätzter Erfolgsfaktor in der Arbeitswelt. Umso mehr gilt es, zukünftig Büroarchitektur zu schaffen, die den Arbeitsraum als gestaltete Wertschätzung gegenüber Mitarbeitern versteht. Neben dem richtigen Licht, Farben und Privatsphäre sorgt dabei vor allem ein gutes Geräuschmanagement und damit die Senkung von Lärmbelastung für Zufriedenheit.

Das Großraumbüro in Zeiten von Covid-19

Produktives Arbeiten im Flow

Zukunftsorientierte Bürokonzepte bieten Räume, in die man sich ungestört zurückziehen und auf individuelle Aufgaben konzentrieren kann. Wer so in sich versunken und abgeschirmt von Störungen arbeitet, erfährt das wohlige Gefühl, etwas geleistet zu haben. Man spricht von „Deep Work“, einem Zustand völlig konzentrierter und fokussierter Arbeit. Laut einer Studie der Universität des Saarlandes reichen schon 60 Minuten Deep Work aus, um die Qualität einer Arbeit messbar zu erhöhen.

Der Grund: Indem man seine Aufmerksamkeit völlig auf eine Aufgabe richtet, kann man einen Zustand des Flows erlangen und dabei alles Umgebende nahezu vergessen. In diesem Flow-Modus werden in hohem Umfang geistige Ressourcen genutzt. Das schafft optimale Bedingungen für intensive und kreative Arbeit.

Eine wichtige Rolle spielt dabei die Umgebung. Mehr noch, Räume können diesen Zustand gezielt stimulieren. Die Rede ist von „Focus Spaces“. Sie bieten im „Urban Office“ Ruhe und einen besonderen Ort für das (Über-)Denken und die Konzentration auf individuelle Aufgabenstellungen. Doch wie sehen sie aus, diese Räume höchster Konzentration?

Freiheit braucht Raum – und Trennwände?

Im Büro der Zukunft werden zukünftig Raumzonen, die vereinbarte Meetings, zurückgezogene Fokus-Arbeit, teamorientierte Projektarbeit, spontane Begegnung und Inspiration ermöglichen, zum Standard. Eine besondere Rolle nimmt dabei die Raumzone „Konzentration“ ein: Sie ermöglicht intensives Arbeiten und schützt den Nutzer vor Unterbrechungen. Dazu werden jedoch nicht zwangsläufig starre Wände benötigt. Worauf es ankommt, ist eine optimierte Raumakustik mit hoher Schalldämmung, schallabsorbierenden Oberflächen und schallschirmenden Elementen.

Schon Schallabsorber und Möbel mit akustischer Dämpfung können den Geräuschpegel minimieren und stimmig in die Gesamtgestaltung integriert werden, gedeckte Farben definieren entsprechende Einzelarbeitsplätze. Je nach Anforderung kann jedoch auch eine räumliche Trennung dieser temporären Rückzugsräume von der Umgebung sinnvoll sein.

Großraumbüro: Fünf Todsünden bei der Planung

Optimierte Raumakustik

Am besten lassen sich solche Inseln der Konzentration mit akustisch wirksamen System-Trennwänden schaffen. Das bedeutet aber nicht automatisch eine Einschränkung der Offenheit und Transparenz agiler Arbeitslandschaften. Glas-Trennwände wie etwa die Nurglaskonstruktion „fecoplan“ des Karlsruher Trennwandherstellers feco Systeme GmbH schaffen Sichtbarkeit für das Team und gleichzeitig wichtige Rückzugsorte für vertrauliche Telefonate und konzentrierte Tätigkeiten.

Diese sogenannten „Think Tanks“ gliedern nicht nur den Raum und sind somit ein wichtiger Teil von Multi-Space-Lösungen. Mit ihren zum Beispiel auch gebogenen, farbigen Glasscheiben lassen sie das Arbeitsumfeld zudem in einem anderen Licht erscheinen. So tragen sie zusätzlich dazu bei, Aufgaben effizienter zu bearbeiten.

Ob im geschlossenen Raum mit hoher Schalldämmung oder in der offenen Arbeitslandschaft mit schallschirmenden Elementen und -absorbierenden Oberflächen: Mit dem richtigen Raumkonzept geht kein wichtiger Gedanke mehr verloren. So kann Deep Work maßgeblich zur Produktivität von Mitarbeitern beitragen.


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