Die Intersolar Europe findet vom 20. bis 22. Juni 2018 in München statt. Bild: Solar Promotion GmbH
Die Intersolar Europe findet vom 20. bis 22. Juni 2018 in München statt. Bild: Solar Promotion GmbH
Themen, Trends und Treiber auf der Intersolar Europe in München

Europäischer Solarmarkt wächst weiter

Der weltweite Solarmarkt zieht an: Allein 2018 wird der jährliche Photovoltaik (PV)-Zubau voraussichtlich erstmals die 100-Gigawatt (GW)-Marke knacken – das ergab die jüngste Analyse von GTM Research. Vor allem in Europa erlebt PV eine neue Blüte: 2018 erwarten Experten nach Jahren erstmals wieder einen Zubau von mehr als 10 GW. Wie sich der PV-Markt weiterentwickelt und welche Veränderungen ihn beleben, beleuchtet die Intersolar Europe vom 20. bis 22. Juni 2018 in München. 

Der europäische Solarmarkt steht vor einer Renaissance: Für 2018 wird ein Wachstum von mehr als 30 % erwartet – neben Deutschland vor allem in den Niederlanden, Spanien und Frankreich.

Der Aufschwung in Europa hängt mit unterschiedlichen Faktoren zusammen. Die Entwicklung der Märkte wird immer weniger von staatlichen Förderprogrammen beeinflusst. Vielmehr profitieren sie von sinkenden Kosten und technischem Fortschritt. Darüber hinaus generieren neue Geschäfts- und Vermarktungsmodelle wie Stromabnahmeverträge, Mieterstrom und die Sektorenkopplung neue Geschäftsfelder.

Abzulesen sind die erweiterten Wachstumschancen zudem am steigenden Solar-Engagement von Energieversorgern wie EDF, Enel, E.ON, innogy, Statoil und Vattenfall. Auch politische Anreize werden europaweit immer häufiger mit Ausschreibungen, Net-Metering oder Bürgerstrom  gesetzt. So soll beispielsweise in Frankreich die jährlich ausgeschriebene PV-Leistung ab 2018 auf 2,45 GW steigen.

Trends und Treiber in einzelnen europäischen Ländern

  • Wie in anderen Ländern ist in Italien die zunehmende Wirtschaftlichkeit einer der Haupttreiber für das Wachstum: Direkte Abnahmeverträge oder Eigenverbrauch und ein Repowering-Markt setzen hier wichtige Impulse. So dürfen ältere Anlagen bis 20 KWp mit mehr Leistung versehen werden, ohne dass der Betreiber den Einspeisetarif einbüßt.
  • Spaniens PV-Markt wird Prognosen zufolge in diesem Jahr auf das 35-fache ansteigen: von 40 MW 2017 auf 1,4 GW 2018. Auch hier machen öffentliche Ausschreibungen einen großen Teil der PV-Projekte aus. Hinzu kommt die Ambition, die Ausbauziele der Europäischen Kommission für Erneuerbare Energien zu erreichen. Danach sollen bis 2020 20 % und bis 2030 30 % des Gesamtenergieverbrauchs aus erneuerbaren Energien stammen.
  • In den Niederlanden überzeugt das Vergütungsmodell Net-Metering für private PV-Hausanlagen und kleinere gewerbliche Anlagen viele Bürger und Gewerbetreibende.
  • Deutschland hat sich unter anderem mit sinkenden Kosten, Ausschreibungen und zunehmendem Eigenverbrauch zurück in die Erfolgsspur gebracht. Zudem profitiert der hiesige Markt für Eigenverbrauchslösungen von der bevorstehenden Nachrüstung von Anlagen, die nach 20-jähriger Laufzeit ab 1. Januar 2021 aus der EEG-Vergütung fallen. Dann werden weitere Eigenverbrauchskonzepte den Markt zusätzlich beleben.

Intersolar Europe greift Themen, Trends und Treiber auf
Als weltweit führende Leitmesse für die Solarwirtschaft greift die Intersolar Europe die Vielfältigkeit an neuen Treibern für den wachsenden Solarmarkt auf. In München treffen die Akteure der Solarwirtschaft auf neue Technologien, Konzepte und Impulse, die das breit gefächerte Portfolio an Faktoren für den vitalen PV-Markt mit Leben füllen und das Wachstum weiter vorantreiben. Sowohl in den Messeforen als auch auf der parallel stattfinden Intersolar Conference stehen Themen rund um den europäischen PV-Markt auf dem Programm: Konferenz-Sessions befassen sich unter anderem mit einzelnen europäischen Märkten, darunter Italien und Spanien, oder widmen sich PV Power Plants (Planung, Bau, Betriebsführung, Repowering) und künftigen Investitionsfeldern.

Die Intersolar Europe ist der ideale Treffpunkt, um die neuen Synergieeffekte auf den Märkten zu diskutieren und weiterzuentwickeln. Gerade PV-Hersteller und -Dienstleister haben sich in der Vergangenheit neue Geschäftsbereiche erschlossen, die nun – wie das Beispiel Elektromobilität zeigt – mit dem wiedererstarkten klassischen PV-Markt verknüpft werden können. Die zunehmend enge Verzahnung der Sektoren spiegelt sich auch auf der neuen Innovationsplattform The smarter E Europe wider, die die vier folgenden Energiefachmessen vereint: