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Höchstes Schweizer Hochhaus in Holzbauweise entsteht

Drees & Sommer begleitet den Neubau im Kanton Zug
Höchstes Schweizer Hochhaus in Holzbauweise entsteht

Mit einer Gesamthöhe von 60 m wird eines der Gebäude auf dem Campus der Hochschule Luzern zum höchsten Hochhaus in Holzbauweise in der Schweiz. Bild: Zug Estates
Mit einer Gesamthöhe von 60 m wird eines der Gebäude auf dem Campus der Hochschule Luzern zum höchsten Hochhaus in Holzbauweise in der Schweiz. Bild: Zug Estates

Im Kanton Zug entsteht derzeit mit einer Gesamthöhe von 60 m das höchste Hochhaus in Holzbauweise in der Schweiz. Es gilt als besonders innovativ und ist – gemeinsam mit zwei weiteren Gebäuden – Teil des neuen Campus der Hochschule Luzern (HSLU). Drees & Sommer begleitet den Neubau der drei Bildungsbauten auf dem Baufeld 1 des Areals Suurstoffi West mit Lean Construction Management.

1 500 Bewohner, 2 000 Studierende und über 2 500 Arbeitsplätze: Das etwa 10 Hektar große Areal Suurstoffi in Risch Rotkreuz, Kanton Zug, entwickelt sich derzeit zu einem integrierten nachhaltigen Quartier, das eine Verbindung zwischen Wohnen, Arbeiten und Freizeit schafft und dabei das Nachhaltigkeitsziel „Zero-Zero“ anstrebt. Bauherrin des neuen Quartiers ist die Zug Estates AG.

Die beiden ersten Bauetappen, in deren Rahmen rund 19 000 m² kommerzielle Fläche erschlossen und 384 Wohnungen an die Nutzer übergeben wurden, sind bereits abgeschlossen. Einen wichtigen Ankerpunkt des Gebiets bildet der bis Herbst 2019 entstehende Hochschulcampus mit zwei Hochhäusern in Holzbauweise und einem dazwischenliegenden Betonbau nach den Entwürfen der Arbeitsgemeinschaft Büro Konstrukt & Manetsch Meyer Dipl. Architekten ETH aus Luzern. Mit 14 Stockwerken und 60 m Höhe wird eines der innovativen Holzhochhäuser zum höchsten seiner Art in der Schweiz. Auf den ca. 42 000 m² Bruttogeschossfläche der neuen Gebäude entsteht Platz für Unterrichtsräume der Wirtschafts- und Informatikdepartments der HSLU, Büro- und Retailflächen. Die Grundsteinlegung des Projekts fand am 22. Februar 2018 statt.

Innovative Verknüpfung unterschiedlicher Methoden

Durch Lean Construction Management (LCM), eine Übertragung des aus der Automobilindustrie stammenden Lean-Prinzips, sowie integrierte Baulogistik und die Einbindung in die digitale Planungsmethode Building Information Modeling (BIM) stellt Drees & Sommer einen geregelten Bauablauf sicher. BIM ermöglicht die sinnvolle Integration und Nutzung aller notwendigen Daten über die verschiedenen Projektphasen hinweg. Für den Neubau des Hochschulcampus‘ wird eine innovative Software eingesetzt, die eine integrierte Nutzung von Baulogistik, BIM und LCM ermöglicht.

„Gerade bei großen, anspruchsvollen Projekten mit vielen Beteiligten wie beim Hochschulcampus der HSLU bietet sich die Lean-Methodik an, denn hier steht die Optimierung des Gesamtprozesses im Fokus. Diesen erarbeiten alle Beteiligten gemeinsam. Potenzielle Risiken werden so deutlich schneller sichtbar, Termin-, Kosten- und Qualitätsziele können eingehalten werden“, erklärt Paul Schneider, Senior Projektpartner der Drees & Sommer SE.

Quartier setzt „Zero-Zero“ als Ziel

Das Areal Suurstoffi nimmt in der Schweiz eine Vorreiterrolle ein. Ziel des Energiekonzepts ist das Prinzip „Zero-Zero“: ein komplett CO2-freies Quartier.

„Die Holzbauweise der neuen Hochschulgebäude fügt sich optimal in den Nachhaltigkeitsgedanken des Areals ein, denn Holz gilt im CO2-neutralen Bauen als besonders vorbildlich im Vergleich zu anderen Baustoffen. Außerdem bringt der Elementbau weitere Vorteile wie etwa ein hohes Bautempo mit sich“, sagt Peter Diggelmann, Generalplaner-Leiter der Suurstoffi Baufeld 1 GmbH. Sowohl in der Herstellung, bei Transport und Montage als auch beim Rückbau ist Holz Vorbild, denn ein geringer Kohlendioxid-Ausstoß wirkt sich positiv auf die Ökobilanz aus. Isolierende, schall- und wärmedämmende Eigenschaften sprechen außerdem für den Einsatz. Neben den Hochhäusern in Holzbauweise wird auch das Gartenhochhaus Aglaya mit seinen in die Fassade integrierten Pflanzen für eine positive Öko-Bilanz im Quartier sorgen. Außerdem kommen solare Nutzung, mehrere dynamische Erdwärmesonden-Speicher und ein Anergienetz des Areals hinzu.

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