Förderpreis für Nachwuchsarchitekten

Gewinnerinnen des Hawa Student Award

Bereits zum vierten Mal hat der führende Hersteller von Schiebelösungen, Hawa Sliding Solutions AG, angehende Architekten zu einem international ausgeschriebenen Ideenwettbewerb eingeladen. Am 9. März wurden die Preisträgerinnen an der ETH in Zürich mit dem Hawa Student Award ausgezeichnet. Ihre Beiträge überzeugten die hochkarätige Jury unter den 39 eingereichten Arbeiten am meisten.

Unter dem Titel «Mehr als ein Dach über dem Kopf» hat Hawa Sliding Solutions AG 2017 zum vierten Mal den Hawa Student Award durchgeführt. Der mit 12000 Franken dotierte Nachwuchswettbewerb richtet sich an Architekturstudierende in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ihnen wird jeweils eine fiktive Bauaufgabe zu einem aktuellen Thema gestellt.

Bei der diesjährigen Durchführung waren Ideen für den Bau von Notwohnungen gesucht. Gerade in größeren Schweizer Städten herrscht ein Mangel an solchen Unterkünften für Menschen in Notlagen, die auf dem regulären Markt keine passenden Angebote finden. Die Aufgabe für die Wettbewerbsteilnehmer umfasste ein Notwohnungsprojekt mit Raum für 180 bis 200 Bewohner. Als fiktiver Bauplatz diente ein schwieriges Grundstück am Autobahnende in Zürich-Giesshübel. Gefragt waren innovative Ansätze für den Bau von Notwohnungen, die eine adäquate städtebauliche Lösung liefern, und Lösungen für flexibel veränderbaren Wohnraum, der einfach und schnell den wechselnden Bewohnern angepasst werden kann.

Insgesamt wurden Beiträge von 39 Studierenden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz eingereicht. Drei davon überzeugten die Jury besonders und wurden im Rahmen der Preisverleihung vom 9. März an der ETH Zürich durch Hawa Geschäftsleiter Heinz Haab ausgezeichnet. «Der Dialog mit der kommenden Architektengeneration ist uns ein großes Anliegen und der Award ein gutes Gefäß dafür», sagte er anlässlich seiner Ansprache und freute sich über die Ergebnisse des Wettbewerbs: «Die angehenden Architektinnen und Architekten haben mit viel Engagement spannende Lösungen erarbeitet.»

Das mit 5000 Franken prämierte Siegerprojekt «TUTAJWied» stammt von Julia Modlinska, die an der Universität der Künste in Berlin studiert. Die beiden ex aequo zweitplatzierten Projekte «Dwelling Place» sowie «9062501» wurden von Maren Kröller und Raphaela Buchberger von der Staatlichen Akademie der bildenden Künste in Stuttgart sowie Christina Cernovsky und Franziska Faber von der Leibniz Universität in Hannover verfasst. Sie erhielten je ein Preisgeld von 3500 Franken.

Die Beurteilung durch die Jury

Für die Jury war das Siegerprojekt «TUTAJWied» klar die reifste der eingereichten Arbeiten für den Hawa Student Award und überzeugte nicht nur durch die städtebauliche Lösung sondern auch durch die sorgfältige Grundrissgestaltung. Dass die Verfasserin bewusst über die im Wettbewerb vorgegeben Grenzen des Baugrundstücks hinaus plante, beurteilte die Jury als mutigen und angesichts des Resultats auch legitimen Schritt.

Die beiden zweitplatzierten Projekte stachen für die Jury ebenfalls klar aus den eingereichten Arbeiten hervor. Beim Projekt «Dwelling Place» gefiel die frei bespielbare Betonskelettstruktur mit Anklängen an den japanischen Architekturstil der Metabolisten. Beim Projekt «9062501» lobte die Jury den Mut Notwohnungen in einem Hochhaus unterzubringen sowie die hohe Qualität der Ausarbeitung des Wettbewerbsbeitrages.

Preisträger des Hawa Student Award 2017

1. Preis
«TUTAJWied»

Verfasserin: Julia Modlinska
Hochschule: Universität der Künste Berlin

2. Preis ex aequo
«Dwelling Palace»

Verfasserinnen: Maren Kröller und Raphaela Buchberger
Hochschule: Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart

2. Preis ex aequo
«9062501»

Verfasserinnen: Christina Cernovsky und Franziska Faber
Hochschule: Leibniz Universität Hannover

Die Jury

Für die Beurteilung der eingereichten Arbeiten setzte Hawa Sliding Solutions ein renommiertes Preisgericht mit sechs Fachleuten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ein. Dieses bestand aus Marianne Burkhalter, Professorin an der Accademia di Architettura in Mendrisio (CH); Hans Gangoly, Professor am Institut für Gebäudelehre der Technischen Universität Graz (A); Hermann Kaufmann, Professor am Institut für Bautechnik und Entwerfen der Technischen Universität München; Hubert Klumpner, Professor für Architektur und Städtebau an der ETH Zürich (CH); Meinrad Morger, Professor an der Technischen Universität Darmstadt (D) und András Pálffy, Professor an der Technischen Universität Wien (AT). Ihnen zur Seite standen die Sachpreisrichter der Hawa Sliding Solutions AG, Heinz Haab, kaufmännischer Geschäftsleiter und Anke Deutschenbaur, Teamleiterin Slide Studio.

Ausstellung der prämierten Arbeiten

Parallel zur Preisverleihung wurde an der ETH Zürich die Ausstellung mit den zehn besten Wettbewerbsbeiträgen eröffnet. Gezeigt werden die drei Siegerprojekte sowie die sieben weiteren Projekte, die es bis in die Endrunde geschafft haben. Die Ausstellung dauert bis zum 22. März (ETH Zürich Hönggerberg, Departement Architektur, Foyer HIL E3). Anschließend sind die Arbeiten an der Leibniz Universität in Hannover (9. – 24. Mai), an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart (14. – 16. Juli) und an der Universität der Künste Berlin (Juni) zu sehen.

Hier finden Sie eine Kurzvorstellung der prämierten Objekte.

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