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Science Center auf der Neckarinsel - experimenta in Heilbronn eröffnet

Bauvorhaben digital gesteuert
experimenta in Heilbronn eröffnet: Wissenschaft und Technik hautnah erleben

Umbau und Erweiterung des Science Centers erfolgten auf Grundlage eines im Jahr 2007 gewonnenen Architekturwettbewerbs durch das Berliner Architekturbüro studioinges. Der Neubau der experimenta wurde von Sauerbruch Hutton Architects aus Berlin realisiert. Bild: Drees & Sommer SE
Umbau und Erweiterung des Science Centers  erfolgten auf Grundlage eines im Jahr 2007 gewonnenen Architekturwettbewerbs durch das Berliner Architekturbüro studioinges. Der Neubau der experimenta wurde von Sauerbruch Hutton Architects aus Berlin realisiert. Bild: Drees & Sommer SE

Ob Alltagsfragen oder hochmoderne Forschung – getreu dem Motto „Erleben schafft Wissen“ bietet die experimenta Heilbronn als größtes Science Center Deutschlands Wissens- und Erlebniswelten auf rund 25 000 Quadratmetern. Nun wurde das umgebaute sowie um einen Neubau erweiterte Science Center  mit geladenen Gästen aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft feierlich (wieder)eröffnet.

Wie fühlt es sich im Auge des Sturms an? Wie sieht der eigene Körper aus, wenn er sich zu Eis oder Gummi verwandelt? Und wie ist es, mit einem Gleitschirm über die Berge zu fliegen? Wissenschaft mit allen Sinnen erleben steht im Vordergrund der experimenta Heilbronn. Am Rande der Innenstadt können Interessierte aller Generationen Entdecker-, Erlebnis- und Forscherwelten besuchen.

„Uns war es besonders wichtig, mit der experimenta Heilbronn einen Ort zu schaffen, an dem Menschen etwas über sich selbst erfahren und ihre Neugierde für Naturwissenschaft, Technik, Digitalisierung und Wertediskussion entfacht und gestillt wird“, erklärt Geschäftsführer Dr. Wolfgang Hansch.

Markantes Gebäudeensemble

Die „experimenta Heilbronn“ befindet sich im ehemaligen Hagenbucher-Speicher auf der Neckarinsel, einem Lagergebäude aus dem Jahr 1936 mit stringenter Mauerwerks-Architektur. Umbau und Erweiterung des Science Centers  erfolgten auf Grundlage eines im Jahr 2007 gewonnenen Architekturwettbewerbs durch das Berliner Architekturbüro studioinges.

Der Neubau der „experimenta“ wurde von Sauerbruch Hutton Architects aus Berlin realisiert. Die markante Architektur des Gebäudes ist durch eine dynamische Struktur aus Glas und Stahl charakterisiert. Vier Ausstellungswelten mit über 270 interaktiven Exponaten, vier gläserne Kreativräume sowie drei Sonderausstellungsflächen bilden das Raumprogramm für ein umfangreiches und interdisziplinär angelegtes Experimentier- bzw. Mitmach-Angebot.

Ein besonderes Merkmal der neuen „experimenta“ ist der Science Dome mit der einzigartigen Kombination von Theater und Planetarium, einem um 180° drehbaren Zuschauerraum und einem 700 m² großen 360°-Kuppelscreen für 3D-, Laser- oder Experimentalshows.

Zusammen mit dem umfangreichen Angebot im Bestandsgebäude und seinen neun hochwertig ausgestatteten Laboren ist hier auf einer Fläche von insgesamt 25 000 m² eine einzigartige Wissens- und Erlebniswelt entstanden.

Drees & Sommer steuert Bauvorhaben digital

Drees & Sommer begleitete das vierjährige Bauvorhaben und übernahm dabei die Gesamtverantwortung für Management, Planung und Bauleitung aus einer Hand.

Neuartig bei dem Projekt war nicht nur die besondere Architektur des Neubaus mit seinen spiralförmig versetzten Stockwerken; neuartig war auch, dass Planung und Bau des Projekts mithilfe der digitalen Planungsmethode Building Information Modeling (BIM) erfolgten.  Drees & Sommer steuerte den „experimenta“-Neubau digital und setzte dabei von Anfang an auf BIM sowie vollintegrierte 3-D-Planung.

Ziel von BIM ist es, komplexe Bauvorhaben und deren zukünftigen Betrieb bereits im Planungs- und Bauprozess effizient zu gestalten. So können beispielsweise Simulationen des späteren Betriebs erstellt und Entscheidungsprozesse erleichtert werden. Der Vorteil: Mithilfe der Datenbasis veranschaulicht BIM Auswirkungen auf Qualität, Kosten, Zeit und Umwelt in Echtzeit und macht sie für alle Beteiligten sichtbar. Stimmt die Datenqualität, können Konflikte und Fehler frühzeitig vermieden werden.

Effizienz dank BIM und modularem Bauen

„Wir freuen uns, dass wir das Leuchtturmprojekt der Dieter Schwarz Stiftung vom Entstehungsprozess bis zur Fertigstellung begleitet haben“, erklärt Mirco Beutelspacher, Partner der Drees & Sommer SE. „Besonders wichtig war uns dabei, sowohl digital als auch experimentell einen Beitrag zur Bildung für Kinder und Jugendliche zu leisten.“

Getreu dem Prinzip „erst digital, dann real“ kam BIM bei der experimenta bereits in der Entwurfsplanung zum Einsatz. Dabei wurde der komplexe Neubau digital im BIM-Modell erfasst und in planerische Module zerlegt. Die Experten optimierten die Fassadenkonstruktion so, dass aus anfangs über 200 unterschiedlichen Fassadenelementen am Ende circa 50 übrigblieben. Durch die digitale Modularisierung gelang es den Fachingenieuren, trotz der komplexen Architektur eine hohe Zahl sich wiederholender Fassadenelemente zu entwickeln.

Dadurch konnten sie während der Ausführung den logistischen Aufwand reduzieren und den Bauablauf beschleunigen. Energetische Simulationen und Wirtschaftlichkeitsanalysen mithilfe des Datenmodells zeigten außerdem das wirtschaftlichste Energiekonzept auf: eine Kombination aus Grundwassernutzung, Wärmepumpentechnik und natürlicher Schwerkraftkühlsysteme.


Mehr zum Thema

  • Video-Statements der Drees & Sommer-Experten zum Projekt experimenta finden Sie hier »
  • Weitere bba-Beiträge zu Projekten von Drees & Sommer finden Sie hier »
  • Weitere bba-Beiträge zum Thema BIM finden Sie hier »
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