Drees & Sommer-Blitzumfrage - Nutzer haben steigende Ansprüche an Immobilien

Drees & Sommer-Blitzumfrage auf der ExpoVision

Ansprüche an Immobilien steigen

Was Immobilien betrifft, haben sich laut Einschätzung der Experten vor allem die Ansprüche der Nutzer hinsichtlich Mobilität und Digitalisierung verändert. Bild: Drees & Sommer
Was Immobilien betrifft, haben sich laut Einschätzung der Experten vor allem die Ansprüche der Nutzer hinsichtlich Mobilität und Digitalisierung verändert. Bild: Drees & Sommer

Welche Erwartungen stellen Nutzer an Immobilien – und wie gut erfüllt die Immobilienbranche deren Ansprüche? Zu dieser Fragestellung führten Drees & Sommer auf der ExpoVision eine Blitzumfrage unter Experten durch.

Die Ansprüche an Immobilien steigen. Nutzer achten verstärkt darauf, nur dort zu wohnen und zu arbeiten, wo sie sich wohlfühlen. Um die Renditefähigkeit zu sichern, müssen Investoren und Bestandhalter zudem auf Megatrends wie Digitalisierung, demographischer Wandel oder Urbanisierung reagieren. Immobilien stehen heute also vor vielfältigen Aufgaben.

Was das für die Immobilienbranche bedeutet und wie gut sie bisher die Ansprüche der Nutzer erfüllt, darüber diskutierten mehr als 70 Experten der Immobilien- und Bauwirtschaft sowie weiterer Branchen in neun Städten auf der Veranstaltung ExpoVision. Im Fokus der diesjährigen Veranstaltung von Drees & Sommer stand das Innovationsthema „Real Estate Usability – Nutzer im Fokus“.

Ihre Einschätzung zu diesem Thema haben die Teilnehmer, darunter Politiker, Projekt- und Stadtentwickler, Investoren, Rechtsanwälte und Immobilienexperten, in einer Blitzumfrage abgegeben. Dabei äußerten sie sich zu insgesamt sechs Fragestellungen. Eines der zentralen Ergebnisse des jährlichen Trendbarometers von Drees & Sommer: Die Ansprüche der Nutzer sind in den letzten fünf Jahren stark gestiegen und nehmen auch in Zukunft weiter zu.

Auch in einem weiteren Punkt stimmten die Teilnehmer in allen Städten überein: Vor allem die Arbeitswelt habe sich grundlegend verändert. „Hier geht es um einen Trend, der die Immobilienbranche insgesamt immer stärker bestimmt. Deshalb ist ein Perspektivenwechsel notwendig: In Zukunft suchen sich nicht mehr die Nutzer die für sie geeigneten Gebäude, sondern die Gebäude passen sich ihren Nutzern an – das bestätigen auch die Ergebnisse der Expo Vision-Blitzumfrage“, so Peter Tzeschlock, Vorstandsvorsitzender der Drees & Sommer SE.

Hohe Ansprüche an Anbindung
Mehr als 70 Prozent der Befragten glauben, dass sich die Ansprüche der Nutzer vor allem in zwei Bereichen verändert haben: Das betrifft zum einen die Anforderungen, was Mobilität und Anbindung einer Immobilie angeht; zum anderen spielt die Digitalisierung bei Gebäuden eine immer größere Rolle. Mehr als jeder zweite sieht zudem hohe Nutzeranforderungen, was die Themen Gesundheit und Wohlbefinden betrifft.

Noch viel zu tun bei Büroimmobilien
Den mit Abstand größten Handlungsbedarf in puncto Nutzerbedürfnisse sehen fast 90 Prozent der Experten bei Büroimmobilien. Für rund 30 Prozent gibt es noch Defizite bei Handels- und Gesundheitsimmobilien. Mikroapartments und Studentenwohnungen sind nach Auffassung der Teilnehmer bereits sehr gut auf die Zielgruppe zugeschnitten. Nur für 14 Prozent der Befragten besteht hier noch Verbesserungspotential.

Nutzer zufrieden – Rendite steigt
Zwei Drittel der Befragten sehen vor allem Projektentwickler weit vorne, wenn es darum geht, die Ansprüche der Nutzer zu erfüllen. Immerhin 43 Prozent der Befragten schätzen private Bauherren  als sehr nutzerausgerichtet ein; nur 14 Prozent hingegen meinen, dass Investoren wie Fonds oder Pensionskassen diese Aufgabe gut erfüllen. Öffentliche Bauherren schneiden besonders schlecht ab: Nur 9 Prozent der Befragten finden, dass die öffentliche Hand ihre Gebäude gut an die Nutzeransprüche anpasst.

Rund 89 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die Erfüllung der Nutzeransprüche hohe bis sehr hohe Bedeutung für die Renditefähigkeit einer Immobilie hat. Lediglich 9 Prozent sehen hier eine geringe Korrelation.

Als völlig standortungebundenes Phänomen beschäftigten der digitale Wandel und damit einhergehend veränderte Nutzeransprüche allerdings alle Gemüter der regionalen Diskussionsrunden.

Zum Unternehmen: Drees & Sommer ist ein international tätiges Beratungsunternehmen für den Bau- und Immobiliensektor. Die wesentlichen Leistungen des Unternehmens sind Entwicklungs- und Prozessberatung, Infrastrukturberatung, Projektmanagement und Engineering sowie Immobilienberatung. Das partnergeführte Unternehmen mit Hauptsitz in Stuttgart ist mit rund 2 400 Mitarbeitern an insgesamt 41 Standorten weltweit vertreten. Nach eigenen Angaben erbringt Drees & Sommer seine Leistungen unter der Prämisse, Ökonomie, Qualität und Ökologie zu integrieren. Diese ganzheitliche und nachhaltige Herangehensweise heißt bei Drees & Sommer „the blue way“. Drees & Sommer steht zudem, gemeinsam mit EPEA Internationale Umweltforschung in Hamburg, für Cradle to Cradle in der Baubranche und bringt Bauherren, Investoren, Architekten und Produkthersteller zusammen, um das Thema voranzutreiben.

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