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„Phase Nachhaltigkeit“ - Schon 30 Architekturbüros sind Teil der Initiative

Handeln statt großer Worte
DGNB und Bundesarchitektenkammer starten „Phase Nachhaltigkeit“

Die ersten Unterzeichner der Initiative "Phase Nachhaltigkeit" auf der Expo Real 2019. Bild: DGNB
Die ersten Unterzeichner der Initiative "Phase Nachhaltigkeit" auf der Expo Real 2019. Bild: DGNB

Gemeinsam mit der Bundesarchitektenkammer hat die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen – DGNB e.V. die neue Initiative „Phase Nachhaltigkeit“ ins Leben gerufen. Ziel ist es – über einen Schulterschluss der Architektenschaft – die Planungspraxis grundlegend zu transformieren, und zwar hin zur Nachhaltigkeit als neuem „Normal“.

Statt nur ein weiteres Klimamanifest zu unterzeichnen, verpflichten sich die teilnehmenden Büros dazu, in ihren Bauherrengesprächen die wichtigsten Nachhaltigkeitsthemen zu forcieren. Im Fokus steht zudem der Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen den Teilnehmern der Initiative. Der offizielle Start fand im Oktober statt, erste namhafte Architekturbüros engagieren sich bereits.

„Schon vor zehn oder mehr Jahren wurden aus der Architektenschaft heraus inhaltsstarke Manifeste für mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz formuliert, ohne dass sie uns entscheidend weitergebracht haben“, sagt Dr. Christine Lemaitre, Geschäftsführender Vorstand der DGNB. „Mit der Initiative ‚Phase Nachhaltigkeit‘ wollen wir wegkommen vom reinen Postulieren, hin zum aktiven Handeln. Weg von Einzelfallentscheidungen, hin zu einer gemeinsamen Haltung, um auf gleicher Basis Gespräche mit Bauherren zu führen und eine Verbindlichkeit in der Umsetzung von Nachhaltigkeitskonzepten herzustellen.“

„Deklaration Nachhaltigkeit“ – Dokument für Bauherrengespräche

Die inhaltliche Position der Initiative ist in der „Deklaration Nachhaltigkeit“ formuliert, einem Dokument, das Architekten in ihren Bauherrengesprächen einsetzen sollen. Darin benannt sind 18 konkrete Handlungsoptionen in den Themenfeldern Suffizienz, Klimaschutz, Umwelt, zirkuläre Wertschöpfung, positive Räume und Baukultur.

In Abstimmung mit den Architekten sollen Bauherren für ihr Projekt konkret definieren, welche Nachhaltigkeitsaspekte besonders im Fokus stehen – als Grundlage für eine zielgenaue, möglichst verbindliche Gebäudeplanung, die die wichtigsten Klimaschutz- und Nachhaltigkeitspunkte von Anfang an berücksichtigt.

Ergänzend hierzu erhalten die teilnehmenden Büros Zugang zu Informationsmaterial, das dabei hilft, die Relevanz der benannten Themen im Dialog mit den Bauherren zu unterstreichen. „Aktuell fließt in den Planungsbüros viel zu viel Zeit in die Erarbeitung von immer wieder gleichen Definitionen und Argumentationen pro Nachhaltigkeit“, so Lemaitre. „Dieses Wissen zentral zugänglich zu machen, um auf einer fundierten Grundlage aufzubauen und damit Planung und Beratung optimal auf die Projektanforderungen auszurichten, ist etwas, was wir mit unserer Initiative ebenfalls unterstützen wollen.“

Jährliches Event zum Erfahrungsaustausch unter den Unterstützern

Ein weiteres Element der Initiative ist der Wissensaustausch unter den Teilnehmern. So ist für den 30. April 2020 der erste Jahreskongress in Stuttgart geplant, bei dem die beteiligten Büros die Erfahrungen aus ihrer Arbeit teilen und gemeinsam die Deklaration Nachhaltigkeit weiterentwickeln.

Ab Januar wird es zudem gemeinsame Informationsveranstaltungen von der DGNB und Länderarchitektenkammern geben, um die Initiative deutschlandweit vorzustellen. Den Auftakt gestalten die DGNB und die Architektenkammer Baden-Württemberg in Karlsruhe (17. Januar 2020), Freiburg (18. Februar 2020), Friedrichshafen (5. März 2020) und Stuttgart (17. oder 26. März 2020).

„Architekten und Planer stehen an der Nahtstelle zum Bauherrn – das ist eine exponierte Position, die sie nutzen müssen“, sagt Dr. Tillman Prinz, Bundesgeschäftsführer der Bundesarchitektenkammer. „Sie sind in der Pflicht, aufzuklären, zu überzeugen und ihren Beitrag zu leisten, dass Nachhaltigkeit und Klimaschutz sehr viel mehr Eingang in die Planungs- und Baupraxis finden.“

30 Unterzeichner bereits Teil der Initiative

Folgende Architektur- und Planungsbüros haben sich der Initiative „Phase Nachhaltigkeit“ bereits angeschlossen:

  • 4a Architekten
  • aconsea
  • Allmann Sattler Wappner Architekten
  • ANP Architektur- und Planungsgesellschaft
  • Architekten | K2
  • Architekturbüro Pongratz
  • atelier4d Architekten
  • Auer Weber Assoziierte
  • Behnisch Architekten
  • BUILD.ING Consultants + Innovators
  • Cityförster architecture+urbanism
  • dieBauingenieure − Generalplaner
  • Dietz Joppien Planungsgesellschaft
  • Freie Architekten Müller, Arndt, Partner
  • haascookzemmrich STUDIO2050
  • HENN
  • KOKON Büro für Architekturlösungen und nachhaltiges Bauen
  • KSP Jürgen Engel Architekten
  • LAVA Laboratory for Visionary Architecture
  • m.ing.a
  • Planstatt Senner
  • RBSGROUP Part of Drees & Sommer
  • slapa oberholz pszczulny I architekten
  • SoftGrid – Architecture, UrbanDesign & Sustainability
  • sol∙id∙ar planungswerkstatt
  • TRANSSOLAR Energietechnik
  • teamrannow
  • TEUFFEL ENGINEERING CONSULTANTS
  • Walter Huber Architekten
  • werkbund s.a.r.l

Alle Information rund um die Initiative sowie die Deklaration Nachhaltigkeit zum Download gibt es unter www.phase-nachhaltigkeit.jetzt. Hier können sich interessierte Büros auch direkt kostenfrei anmelden und mitmachen.

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