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GET Nord zeigt Lösungen für altersgerechten Wohnkomfort

Das Wohnen im Alter aktiv gestalten

Vom 22. bis 24. November 2018 zeigt die GET Nord Konzepte für das Wohnen im Alter - u.a. barrierefreie Bäder sowie Hausautomationssysteme. Bild: Stephan Wallocha
Vom 22. bis 24. November 2018 zeigt die GET Nord Konzepte für das Wohnen im Alter - u.a. barrierefreie Bäder sowie Hausautomationssysteme. Bild: Stephan Wallocha

Wohnen im Alter: Der demografische Wandel ist eine der zentralen Herausforderungen unserer Zeit und wird das Bauen und Wohnen in Zukunft maßgeblich beeinflussen. Vom 22. bis 24. November 2018 zeigt die GET Nord in Hamburg deshalb Konzepte für einen altersgerechten Wohnkomfort. Unter anderem werden Lösungen für barrierefreie Bäder sowie eine vernetzte elektrotechnische Ausstattung präsentiert.

Die Freie und Hansestadt Hamburg bereitet sich aktiv auf den demografischen Wandel vor. Denn im Jahr 2030 wird jeder dritte Hamburger Bürger 60 Jahre und älter sein. Gemäß dem Leitbild „Älter werden in Hamburg“ möchte sich die Metropole zu einer seniorenfreundlichen Stadt weiterentwickeln, in der Ältere möglichst lange selbständig und selbstbestimmt in der eigenen Wohnung leben und sich in der Nachbarschaft bewegen können.

Das bereits Ende Juli 2014 abgeschlossene, interdisziplinäre Verbundprojekt „Vernetztes Wohnen im Quartier“ hat dafür Maßstäbe gesetzt. An die erzielten Erfolge knüpft das im Mai 2016 begonnene EU-geförderte Projekt „AGQua – Aktive und Gesunde Quartiere Uhlenhorst und Rübenkamp“ an. Beide Vorhaben zeigen, welchen Komfort- und Sicherheitsgewinn ältere Menschen durch eine barrierefreie Badausstattung in Kombination mit einer vernetzten Elektrotechnik haben. Zudem hat der Senat mit der Bauverordnung zum Hamburgischen Wohn- und Betreuungsqualitätsgesetz (Hmb WBG) einen entscheidenden Impuls für mehr Barrierefreiheit in Servicewohnanlagen für Senioren gegeben: Bis 2022 müssen diese barrierefrei gestaltet werden.

Seniorenfreundliche Bäder: Sicher und elegant

Auf der GET Nord zeigen über 30 Hersteller aus dem Sanitärbereich Lösungen für seniorenfreundliche Bäder, die höchste Ansprüche an Funktionalität und Design erfüllen. Zu den Highlights gehört die bodenebene, fugenlose Duschfläche „NexSys“ mit Rinnendesign von Kaldewei, die nicht nur optisch Lust auf ein erfrischendes Bad macht, sondern auch durch ihre sicherheitsgebende Haptik überzeugt.

Ästhetisch ebenfalls äußerst ansprechend und altersgerecht zugleich sind die Duschmodelle der Serie „Walk-In“ von Kermi, wahlweise mit Beschlägen, Griffen und Verbindungen aus edlem Metall, verchromt oder in Serienfarbe lackiert.

Duscholux wiederum bietet mit „Step-In Pure“ den Fans ausgiebiger Wannenbäder eine schwellenarme Einstiegslösung. Zum Konzept der Generationsbäder von Geberit gehört der antibakterielle WC-Sitz „Keramag Renova Nr. 1 Comfort“, der sich hervorragend mit einer der beiden berührungslos funktionierenden Waschtischarmaturen „Brenta“ und „Piave“ kombinieren lässt.

Zudem präsentiert Kuhfuss Delabie sein für den German Design Award 2019 nominiertes elektronisches Waschtisch-Ventil „Binoptic“, das ebenfalls ohne Kontakt bedienbar ist und darüber hinaus aufgrund einer voreingestellten Durchflussmenge von 3 Litern pro Minute bei 3 bar den Wasserverbrauch um bis zu 90 Prozent reduziert.

Zukunftsweisende Lösung für eine altersgerechte Badgestaltung zeigen darüber hinaus Grohe, Hüppe, hansgrohe, Tece, Kludi, Dansani, Conti Sanitärarmaturen, HSK Duschkabinenbau, Hansa Armaturen und viele weitere Hersteller.

Zuhause 4.0 statt Pflegeheim

Welche Möglichkeiten Smart Home-Lösungen in Kombination mit Ambient Assisted Living (AAL) älteren Menschen für den Verbleib im gewohnten Umfeld bieten, hat die 2017 erschienene Bertelsmann-Studie „Digitalisierung für mehr Optionen und Teilhabe im Alter“ anhand von bundesweit stattfindenden Projekten untersucht. Darunter ist auch das bis 2021 andauernde Hamburger Modellvorhaben „NetzWerk GesundAktiv“ sowie das in Niedersachsen bis 2020 laufende Projekt „Dorfgemeinschaft 2.0“.

Alle Projekte belegen, dass Ältere offen gegenüber der Digitalisierung sind und zu kompetenten Akteuren der digitalen Gesellschaft werden möchten. Das Ergebnis korrespondiert mit einer im Sommer 2018 durchgeführten Umfrage des Zentralverbands der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) unter 104 Betrieben, die Smart Home durchweg als Zukunftsmarkt sehen, gerade auch im Hinblick auf die Nachrüstung von Wohnungsbeständen. 81 Prozent planen deshalb, ihre Mitarbeiter entsprechend weiter zu qualifizieren und Fachkräfte einzustellen.

Smart Home-Technologien: Von KNX bis IP

Mit ABB/Busch Jaeger, Albrecht Jung, Gira, Esylux und digitalSTROM sind namhafte Anbieter von ganzheitlichen Hausautomationssystemen auf der GET Nord vertreten, die zukunftsorientierte Lösungen für die Anbindung von sogenannten „Ambient Assisted Living“-Komponenten bieten.

Das Spektrum reicht von klassischen Bus-Systemen bis zur Verwendung von IP-Technologie. Zudem präsentieren Phoenix Contact, Siemens und Schneider Electric ihre technologieübergreifenden Konzepte für die Integration von Gebäuden in Smart City-Infrastrukturen.

Über Trends im Bereich von Smart Home informiert auch das GET Nord PlanungsForum, wo neben neuen Lösungen auch die Themen Datenschutz und Datensicherheit behandelt werden. Darüber hinaus ist ein Besuch des neuen Konferenzbereichs „Planner’s Arena“ zu empfehlen. Hier erhalten die Teilnehmer einen Überblick über die weitere Entwicklung der Gebäudevernetzung und die Harmonisierung von Standards. Eine Anmeldung für die kostenpflichtige Planner`s Arena ist erforderlich und online möglich.


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