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Dachbegrünung für besseres Stadtklima und Artenschutz

Stadt Utrecht begrünt 316 Bushaltestellen

Die Dachbegrünung der 316 Bushaltestellen in der niederländischen Stadt Utrecht soll zu einem besseren Stadtklima und mehr Artenschutz beitragen. Bild: BuGG
Die Dachbegrünung der 316 Bushaltestellen in der niederländischen Stadt Utrecht soll zu einem besseren Stadtklima und mehr Artenschutz beitragen. Bild: BuGG

Gründächer verbessern nachweislich das Mikroklima in Städten, lindern Wärme-Insel-Effekte, filtern Staub und Schadstoffe aus der Luft und tragen zu einer höheren Biodiversität sowie Aufenthaltsqualität bei. Die niederländische Stadt Utrecht hat deshalb nun 316 Bushaltestellen mit einer Dachbegrünung versehen. 

Der Bundesverband GebäudeGrün e.V. (BuGG) lobt diese Maßnahme als beispielhaftes städtisches Engagement für mehr Nachhaltigkeit und ruft zur Nachahmung auf. Indem bisher brachliegende öffentliche Dachflächen – beispielsweise von Bushaltestellen – in zusätzliche Retentionsflächen und Trittsteinbiotope für Pflanzen und Tiere umgewandelt werden, wird eine effektive Biointegration dieser Bauwerke am Standort erreicht.

Sedum-Arten ideal für Dachbegrünung

Die Begrünung der Utrechter Bushaltestellen erfolgte im Wesentlichen mit Sedum-Arten. Sedum gelten in Bezug auf ihre Trockenheitsverträglichkeit, Regenerationsfähigkeit sowie Unempfindlichkeit gegenüber Extremtemperaturen als ideal für Dachbepflanzungen. Außerdem sind sie eine beliebte Nahrungsquelle verschiedener Bienenarten.

„Neben Bussen können nun auch Bienen und andere Insekten an den Utrechter Bushaltestellen anhalten. Ein vorbildliches Beispiel, das hoffentlich viele Nachahmer findet“, sagt Dr. Gunter Mann, Präsident des Bundesverbandes für GebäudeGrün e.V. (BuGG). „Denn auch durch die Begrünung von Kleingebäuden, wie beispielsweise Fahrgastunterstände, können Städte ihren Beitrag zur Klimaanpassung, zu Artenschutz und Dekarbonisierung leisten und Vorbild sein.“

Kartierung von Gründachflächen

Der BuGG sieht es als eine seiner zentralen Aufgaben an, Städte und Planer bei Vorhaben zur Dach-, Fassaden- und Innengebäudebegrünung zu unterstützen. „In Städten gibt es eine Reihe ungenutzter Dachflächen, die bisher öffentlich kaum wahrgenommen werden“, erklärt Mann. „Als Bundesverband sind wir in der Lage, nicht nur mit entsprechendem Fachwissen, sondern auch mit IT-Lösungen wie z. B. einer Gründach-Inventarisierung bei der Planung zu helfen“.

Derzeit erstellt der BuGG erstmals einen „Marktreport Gebäudegrün 2019“, in dem bereits kartierte Gründachflächen in Deutschland aufgezeigt werden. Städte und Gemeinden sind aufgerufen, sollte bereits eine Bestandsaufnahme vorliegen, entsprechende Daten dem Marktreport beizusteuern. Wer eine Bestandsaufnahme erstmals plant, dem bietet der Bundesverband in Kooperation mit EFTAS, einem Anbieter von Geoinformationen und IT- Services, eine effiziente Methode der Gründach-Inventarisierung und Potenzialanalyse an.

Vortragstour zum Thema Dachbegrünung

Darüber hinaus geht der BuGG im Herbst 2019 auf Vortrags-Städtetour, um das Thema Dachbegrünung in sieben Städten vorzustellen. In Halbtagesseminaren werden Themen wie Artenschutz, Überflutungsvorsorge, Klimaanpassung und Förderung von Dachbegrünung behandelt sowie praktische Fragen der Planungsgrundlagen von Dachabdichtung, Wärmedämmung und Regenwasserbewirtschaftung diskutiert.


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  • weitere bba-Beiträge zum Thema Dachbegrünung finden Sie hier »

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