3. - 20.9. in Berlin

Ausstellung vom „Projekt Bauhaus“

„Kann Gestaltung Gesellschaft verändern?“ Dieser Frage geht das Projekt Bauhaus nach. Die klassische Moderne und insbesondere das Bauhaus stehen für eine Idee von Gestaltung, die Gesellschaft in einem sozialen und emanzipatorischen Sinne prägen will. Doch dieser Ambition liegen verschiedene, teilweise auch gegensätzliche Transformationsmodelle zu Grunde. Sie reichen von Ansätzen der Lebensreform, die an den individuellen Lebenspraktiken ansetzt, bis hin zu zentralen Planungen wie der Technisierung und des Sozialismus, die totalitäre Züge annehmen können.

An rund einem Dutzend Beispielen zeigt der erste Teil der Ausstellung wesentliche Prototypen der historischen Avantgarden auf und spricht ihre Relevanz für heute an. Ergänzend zu dem internationalen Symposium „Kann Gestaltung Gesellschaft verändern?“ zeigt eine Pop-up-Ausstellung im Foyer des Haus der Kulturen der Welt auf 25 Tischen prototypische Projekte zum Thema.
Der zweite Teil der Ausstellung stellt anhand aktueller Beispiele unterschiedliche Strategien dar, wie Gestalter heute versuchen, mit ihren Projekten Ideen eines besseren Lebens zu verfolgen. Allen Projekten gemeinsam ist, dass sie die Rolle des Gestalters relativieren. Der Gestalter imaginiert nicht mehr als heroischer Künstler-Ingenieur den neuen Menschen und eine andere Gesellschaft, sondern zielt auf dialogische Mitgestaltung gesellschaftlicher Prozesse – etwa durch Wunschproduktion, Kritik, Szenarien, Reallabore.

Vorgestellt werden Arbeiten von:
Jean-Nicolas-Louis Durand, Walter Gropius, Richard Kauffmann, Alexander Klein, Kasimir Malewitsch, Ernst May, Alfred Messel / Berliner Spar- und Bauverein, Nikolaj Miljutin, Reinhold Rossig, Rudolf Steiner, Bruno Taut, Mies van der Rohe, Theo van Doesburg, Vegetarische Obstbaukolonie Eden e.G.m.b.H, Martin Wagner

Architecture 00, Assemble, Center for Urban Pedagogy, City of Amsterdam, Didier Faustino, Duany Plater-Zyberk & Company, Dunne & Raby, Förderverein Berliner Schloss e.V., Good Mood Lda, Greenpeace, Holzmarkt e.G., Kuehn Malvezzi, Lacaton & Vassal, Van Bo Le-Mentzel, raumlaborberlin, Recetas Urbanas / Santiago Cirugeda, SMAQ, Schultes Frank Architekten, The Yes Men, West 8, Zones Urbaines Sensibles

Pop-up-Ausstellung „Kann Gestaltung Gesellschaft verändern?“ vom Projekt Bauhaus
Laufzeit: 3. bis 20. September 2015
Ort: Haus der Kulturen der Welt, Berlin
Der Eintritt ist frei.

Das Symposium findet am 18. und 19. September statt.

Die internationale Initiative Projekt Bauhaus hat sich im Januar 2015 begründet. Ihr gehören Gestalter, Kuratoren und Forscher aus aller Welt an. Ziel der Plattform ist es, eine lebendige Debatte zur Aktualität des Bauhauses zu führen. In einem auf fünf Jahre angelegten Arbeitsprozess bis zum 100-jährigen Jubiläum 2019 soll eine kritische Inventur der Bauhausideen vorgenommen werden. Zu Beginn jedes Jahres stellt das „projekt bauhaus“ eine Frage zur Diskussion. 2015 lautet die Frage: Kann Gestaltung Gesellschaft verändern?

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