Neubau eines Infopavillons in Waldsassen

Unter der Bodenplatte gedämmt

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Beim Neubau eines Holzpavillons im ehemaligen Klostergarten von Waldsassen war ökologisches Planen gefragt. Deshalb begann das nachhaltige Bauen bereits unter der Bodenplatte und das Gebäude wurde auf Schaumglas gegründet.

Elisabeth Grimmer | be

Seit der Klostergründung vor fast 900 Jahren zählen die Zisterzienserinnen der Abtei Waldsassen auf Natürlichkeit und Beständigkeit auch bei der Wahl der richtigen Baustoffe. Während es in früheren Jahrhunderten um Erschließung und Bewirtschaftung von Landschaften in Verbindung mit dem Heilsdienst (Ora et labora) ging, liegen in heutiger Zeit die Aufgaben in vielen Bereichen des täglichen Lebens. Im ehemaligen Klostergarten betreibt das Kloster einen Naturerlebnisgarten unter Leitung der Stiftungsratsvorsitzenden Äbtissin Laetitia Fech. Durch die Auseinandersetzung mit der Natur soll das Umweltbewusstsein gefördert werden.
Ökologie ist Konzept. So steht beispielsweise der Informationspavillon auf einem Unterbau aus Glapor Schaumglas – einem ökologischen Material.
Unter der Bodenplatte reduziert Schaumglasschotter Wärmeverluste in den Boden. In Verbindung mit Randdämmsteinen aus Schaumglasplatten entsteht so eine kapillarbrechende Schüttung ohne seitlichen Feuchteeintrag mit konstantem Dämmwert.
Mit Schaumglasprodukten zu dämmen, kann eine ökonomisch und ökologisch sinnvolle Alternative zu herkömmlichen Dämmstoffen sein. Im Zuge erhöhter Anforderungen auf dem Dämmstoffmarkt und unter dem bedeutsamen Aspekt der Schonung natürlicher Ressourcen erfahren Baustoffe aus Schaumglas eine stark wachsende Akzeptanz. Alle Glapor Schaumglasprodukte werden zu 100% aus Altglas gewonnen: Glasscherben bilden fein gemahlen den Rohstoff. Das Upcycling-Verfahren veredelt diesen zu einem neuen Baustoff. Auf einen weiteren Aspekt verweist Stefan Werner, verantwortlicher Vertriebsmitarbeiter bei Glapor: „Es handelt sich um einen geschlossenen, ja sich wiederholenden Kreislauf. Als hochwertigen Leicht- und Dämmbaustoff gliedern wir unsere Schaumglasprodukte in den Materialkreislauf wieder ein. Schaumglas erfüllt somit die gestiegenen Ansprüche an die Energetik von Gebäuden und bietet einen hohen Kosten-Nutzen-Effekt. Schließlich lassen sich Schaumglasprodukte erneut recyclen.“
Alles aus einer Hand
Mit seiner Produktpalette von Schaumglasschotter, einem Randdämmsystem aus Schaumglas sowie vielfältig einsetzbaren Schaumglasplatten bietet Glapor die Lösung für unterschiedlichste Dämmsituationen. So wurde auf der Pavillon-Baustelle der per Big Bags angelieferte Schaumglasschotter direkt in die bereits mit Randdämmsteinen abgegrenzte und mit Geotextilvlies ausgelegte Baugrube eingebracht. Nach der gleichmäßigen Verteilung des losen Materials wurde es mit einer leichten Rüttelplatte bis zur gewünschten Endstärke verdichtet. Das Dämmsystem wurde speziell für die fundamentlose Bodenplatte mit Frostschutzschürze und Drainage entwickelt. Die Randdämmsteine machen durch Verzahnung und Passgenauigkeit eine zusätzliche Schalung und Abspreizung überflüssig. Stützenfrei wird eine saubere Umfassung des Schotterbetts erzielt, die gleichzeitig einen effizienten Materialeinsatz garantiert – kein Schotterkorn geht außerhalb der Gründungsplatte verloren. Neben der Hauptanwendung wurde der errichtete Sockel für den Holzpavillon aus Schaumglasplatten gefertigt. Somit garantiert er eine homogene wärmebrückenfreie Dämmung. Auch die hier notwendigen Drainagen wurden mit Schaumglasschotter erstellt.
Bedingt durch das geringe Eigengewicht und die einfache Verarbeitungsweise wurde beim Einbau der Pavillongründung kein schweres Gerät benötigt. Gleichzeitig blieb das Arbeitsumfeld stets frei zugänglich und sauber. Bei der Errichtung des Naturerlebnisgartens waren solche Aspekte von besonderer Bedeutung, weil im Hinblick auf die zukünftige Bestimmung unnötige Bodenbelastungen während des Baus zu vermeiden waren.
Entwurf/Planung Infopavillon:
Architekt Markus Braun, Waldsassen
Infoservice
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