Neugestaltung eines innerstädtischen Platzes in Bitburg

Gestaltungswirksame Töne

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Mit der Neugestaltung des ehemaligen Postareals hat das Zentrum von Bitburg ein neues innerstädtisches Quartier erhalten. Wichtig war den Planern, die Platzfläche „Am Spittel“ zu einem attraktivem Treffpunkt mit hoher Aufenthaltsqualität zu gestalten. Als Belag für den neuen Stadtraum wählten die Architekten Betonsteinpflaster in drei abgestuften Grautönen.

Brigitte Wagner-Rolle | jo

Mit der städtebaulichen Veränderung des ehemaligen Postquartiers hat die Kreisstadt eine neue vitale Urbanität erhalten. Die Vorgabe war, nach Abriss des Bestandsgebäudes an gleicher Stelle eine qualitativ hochwertige Neubebauung des Grundstücks mit einem angepassten innerstädtischen Nutzungsmix aus Handel, Dienstleistung und Wohnen zu errichten.
Unter Federführung der gbt Wohnungsbau und Treuhand AG Trier formierte sich das interdisziplinäre Team aus Stadtplanern, Architekten und Landschaftsarchitekten, bestehend aus den Architekturbüros ww+ Architekten (Luxemburg), Werner Schaack Architekt (Trier) und HDK Dutt+Kist (Saarbrücken). Das Planungsteam kam zu dem Schluss, dass sich durch die Positionierung des Neubaus die städtebauliche Gelegenheit bot, nicht nur die unmittelbar an das Wohn- und Geschäftsgebäude angrenzenden Freiräume zu arrondieren, sondern auch das Entrée zur Fußgängerzone und damit auch zur Bitburger Altstadt neu zu interpretieren.
Die dadurch folgerichtige Einbindung der Platzfläche „Am Spittel“ hat der Kreisstadt Lebendigkeit gebracht. Eine Außengastronomie und eine breite Treppe mit Sitzstufen laden zum Verweilen ein. Ein bodenbündiges Wasserfontänenfeld und moderne Lichttechnik bringen eine akustische und visuelle Belebung des Platzes. Bei Veranstaltungen können die 15 Wasserfontänen abgestellt werden, ohne dass es Flächeneinbußen gibt.
„Die Kombination aus Wasserspiel und benachbarter Gastronomie ergänzt sich ideal in dem funktionierenden Stadtraum“, erklärt Luca Kist von der Landschaftsarchitekten Dutt & Kist GmbH.
Material-, Farb- und Formatkanon
„Bei der Auswahl des gestaltungswirksamen Bodenpflasters hatte eine dem Stadtbild angepasste Material-, Farb- und Formatanwendung oberste Priorität“ , beschreibt der Landschaftsarchitekt das Gestaltungsprinzip. Mit der favorisierten Variante des „Stadtparketts“ von Metten Stein + Design wurde diesem entsprochen. Das Betonsteinpflaster „Palladio“ gibt mit seiner samtig anmutenden Oberfläche dem neugestalteten Stadtplatz Spittel wie auch der Fußgängerzone ein modernes Ambiente. Ähnlich einem aus dem Innenausbau bekannten Hochkantlamellenparkett setzten die Landschaftsarchitekten das Betonsteinpflaster objektspezifisch im Maß 30 x 15 x 12 cm im halbversetzten Reihenverbund ein.
„Dabei haben wir uns bewusst für einen dreifach abgestuften Grauton entschieden, um den Charakter eines lebendigen Stadtbodens mit der Harmonie einer geschlossenen Fläche zu erzeugen“, so Luca Kist.
Unterbrochen wird die Bodenfläche in dem offenen und großzügigen Platzraum „Am Spittel“ lediglich durch Pflasterbänder, die sich an der Kolonadenreihe des Neubaus orientieren. Das Betonsteinpflaster erfüllt mit einer Stärke von 12 cm die Anforderungen an den öffentlich stark frequentierten Kommunikations- und Begegnungsort, der für unterschiedliche Veranstaltungen genutzt wird.
Planung/Architekten:
HDK Dutt + Kist GmbH, Saarbrücken
ww+ Architekten, Trier u. Luxemburg
Werner Schaack Architekt, Trier
Hersteller
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