Ausgabe: 12/2011
Außenwände ohne Zusatzdämmung Xella hat im vergangenen Jahr verschiedene Weiterentwicklungen seines Ytong Porenbetons vorgestellt, die unter dem Aspekt des energieeffizienten Bauens auch auf dem Deubau-Messestand 2012 im Mittelpunkt des Interesses stehen werden. Vor allem der bereits in Deutschland verfügbare Planblock 0,07 und der bisher nur in Dänemark erhältliche Ytong Block 0,06 stoßen in neue Bereiche der Wärmedämmfähigkeit von Massivbaustoffen vor.
→Xella ist es als erstem Hersteller gelungen, die Dämmeigenschaften von Porenbeton noch weiter zu verbessern. Mit einem Lambdawert von 0,07 W/(mK) erreicht der Ytong Planblock 0,07 einen Wärmedämmwert, mit dem einschalig und ohne zusätzliche Wärmedämmung der Bau von Energiesparhäusern und Passivhäusern möglich ist. Der neue Planstein orientiert sich bereits heute an den Regeln, die ab 2020 maßgebend sein werden.
In der EU gelten ab Ende 2020 schärfere Energievorgaben für Gebäude. Neubauten müssen dann sehr hohe Energieeffizienz aufweisen und ihre Energie in hohem Maß aus erneuerbaren Quellen decken. Ab Ende 2020 soll es nur noch Neubauten geben, deren Primärenergiebedarf nahezu null ist. „Wer sich heute für einen Wandbaustoff entscheidet, sollte stets die Vorgaben berücksichtigen, die zukünftig gelten. Und wer jetzt mit uns baut, der kann sicher sein, in 10 Jahren keinen Modernisierungsbedarf zu haben“, kommentierte das Unternehmen die Einführung des neuen Hightech Baustoffs.
Der neue Dämmstein von Ytong bietet einen der besten Dämmwerte für Massivbaustoffe. Ohne zusätzliche und in der Herstellung sehr energieintensive Dämmkomponenten werden die in der aktuell gültigen Energieeinsparverordnung geforderten Dämmwerte für Außenwände bereits mit einer Wanddicke von 24 cm problemlos erreicht.
Schon bei einer Wanddicke von 36,5 cm können damit Wandkonstruktionen einschalig gebaut werden, die dem Energiestandard KfW-Effizienzhaus 55 entsprechen. Mit dieser Wanddicke werden die aktuellen EnEV-Referenzanforderungen um 35 % unterschritten. Eine zusätzliche Dämmung der Außenwände ist dabei nicht nötig. Wer also auf die massiven Ytong Dämmsteine setzt, der orientiert sich bereits heute an den zu erwartenden Anforderungen der künftigen EnEV und sogar an den geplanten EU-weiten Vorgaben für Neubauten. Damit wird nicht nur der Wert einer Immobilie langfristig gesichert, auch die Gesundheit der Bewohner wird durch natürliche Baustoffe und angenehmes Wohnraumklima gefördert.
Thermische Vorteile durch homogene Porenstruktur
Aufgrund der homogenen Porenstruktur besitzt Porenbeton in alle Richtungen die gleichen thermischen Eigenschaften, weshalb Gebäude mit minimierten Wärmebrücken geplant und realisiert werden können. Das sorgt nicht nur für geringe Wärmeverluste, sondern auch für ein gesundes Wohnklima, da durch die Minimierung von Wärmebrücken die Bildung von Feuchte in diesen Bereichen und damit die Gefahr von Schimmelpilzbildung vermieden werden. Wer im Ytong Bausystem bleibt, also beispielsweise auch für die Dachkonstruktion sowie Eck- und Laibungssteine massive Porenbetonprodukte wählt, schafft die besten Voraussetzungen für ausführungssichere Anschlüsse und saubere Konstruktionsdetails, muss also keine stoffbedingten Wärmebrücken fürchten. Luft- und winddichte Gebäudehüllen lassen sich einfach und dauerhaft errichten, wartungsanfällige Gebäudefugen wie bei anderen Baustoffen kommen nicht vor.
Mehr Schichten für mehr Geschosse
Mit dem Planblock 0,07 belegt Xella, dass das Innovationspotenzial von Porenbeton noch lange nicht ausgeschöpft ist. Der eingeschlagene Forschungsweg soll konsequent weiterverfolgt werden, um auch in Zukunft die Dämmung von Gebäuden durch den Einsatz von Porenbeton weiter zu verbessern und somit einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.
Die deutschen Anforderungen der EnEV liegen bei Wohngebäuden tendenziell im Mittelfeld, die Anforderungen in Schweden, Dänemark, den Niederlanden und Luxemburg sind zum Teil erheblich schärfer. Um den höheren Anforderungen in Dänemark gerecht zu werden, führte Xella im dortigen Markt einen neuartigen Ytong Stein ein, der mit einer Wanddicke von 41,5 cm über einen äquivalenten Lambdawert von 0,06 W/(mK) verfügt und zu einem späteren Zeitpunkt auch in Deutschland erhältlich sein soll.
Auch dieser Ytong Block ist ein rein mineralisches Produkt. Er bezieht seine hohe Wärmedämmung mit einem U-Wert der Wände von 0,14 W/(m²·K) aus der Kombination von zwei Schichten aus Porenbeton und einem Kern aus hochwärmedämmendem Ytong Multipor. Die insgesamt drei Schichten werden in einem Produktionsprozess hergestellt und in einem speziellen Verfahren im Dampfdruckkessel (Autoklaven) zu einem homogenen Baustoff verbunden. Der Ytong Block 0,06 verfügt entsprechend über die gleichen positiven ökologischen und bauphysikalischen Eigenschaften wie alle Ytong Porenbeton Produkte.
Die Kombination von verschiedenen Funktionsschichten aus Ytong Porenbeton mit besonders hoher Druckfestigkeit und der hochwärmedämmenden Ytong Multipor Mineraldämmplatte eröffnet neue Dimensionen im Mehrgeschosswohnungsbau, wenn es um die Erstellung von Mauerwerk mit großen statischen Beanspruchungen bei gleichzeitiger hoher Wärmedämmung geht. Denn die Reduktion der Wärmeleitfähigkeit ist hier nicht gleichzeitig mit einer Verringerung der Tragfähigkeit von Mauerwerk aus Porenbeton verbunden. Zudem ergeben sich gegenüber der herkömmlichen Mauerwerksbauweise, bei der in einem zusätzlichen Arbeitsgang ein Wärmedämmverbundsystem aufgebracht wird, erheblicher Zeit- und Kostenvorteile.
(Xella: Halle 11, Stand 101)
www.xella.de
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Quelle: bba bau beratung architektur
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